Kurioses aus der Natur

Hübsche Laune der Natur

Was uns die Natur doch so alles an Kuriosem bereithält, völlig unnütz aber einfach  hübsch anzusehen. A props, reife Äpfel und Birnen  erinnern mich wieder an etwas, worüber ich  schon lange einmal berichten wollte. Landauf landab gibt es Apfel- und Birnenüberschuss, verwilderte Streuobstwiesen, Hochstammbäume, wo überhaupt noch vorhanden, lassen ihre Pracht einfach fallen, um sie dem Verfaulen preis zu geben.  Knorrige Apfel- und Birnbäume, übervoll mit reifen Früchten, säumen hierzugegen Überlandstrassen und überlassen  ihr wertvolles Gut einfach dem Asphalt, wo es nach und nach platt gefahren wird.  Ein Jammer! Umso erfreulicher ist die Tendenz, dass immer mehr mobile Saftpressen unterwegs sind, die es nun auch dem Privatgärtner ermöglichen, kleine Mengen für die Familie nutzbar zu machen, nur……..Ich habe mal einen kleinen Vergleich angestellt: 1 lt Apfelsaft ist beim Discounter bereits ab 0.75 Euro zu haben, Markensäfte und Direktsäfte sind bedeutend teurer. Um das zu verstehen muss man wissen, es gibt Säfte aus direkt gepressten Früchten, was angeblich äusserst kostenintensiv ist, weil das Beschaffen des Rohmaterials teuer ist und solche die aus Konzentrat hergestellt werden. Konzentrate sind billig, mit der Begründung der enormen Ersparnisse beim Transport. Die Unterschiede bezüglich Inhaltsstoffe und Geschmack sind vernachlässigbar. Das nutzen ganz schlaue Marken aus und stellen Ihre Säfte ebenfalls aus Konzentraten her, verkaufen sie aber trotzdem so teuer wie Direktsäfte. Da nun aber Konzentrate ja auch aus Äpfeln, die eben in der Anschaffung so teuer sein sollen, hergestellt werden, stammen diese logischerweise aus dem Ausland und da erschliesst sich nun auch das Argument der Transportkosteneinsparung. Man stelle sich nun aber einmal vor: China ist weltweit der grösste Konzentratlieferant.  Apfelplantagen müssen aber auch in China angelegt und gepflegt werden. In einzelnen Provinzen erfolgt die Bestäubung, mangels Insekten, bereits von Menschenhand. Die Äpfel müssen gesammelt, verarbeitet, der Saft konzentriert, sterilisiert, verpackt und transportiert werden, im Zielland angekommen, wieder mit Wasser angereichert, konserviert, in Gebinde abgefüllt und in die Läden gekarrt werden, wo sie dann sage und schreibe ab 75 Cent zu haben sind…… und vor unserer Haustüre verfault das Obst !!!!! Bei diesen Saftmobilen liegen wir preislich bei ca. 1 Euro pro Liter, das Obst noch nicht mit eingerechnet. Dieser Preis ist durchaus gerechtfertigt, denn die Verarbeitung ist ein recht komplexer Vorgang. Aber kann es denn wirklich sein, dass Produkte vor unserer Nase kaputt gehen, weil Importe, die trotz energieaufwendigerer Aufbereitung und über 7000 km Transportweg trotzdem billiger sind??? Das ist ein oekologischer Unsinn. Nur so nebenbei, die Chinesen selber konsumieren kaum Apfelsaft. Wir versichern Ihnen, in unseren Seminaren und Kochkursen verwenden wir Säfte aus eigener oder regionaler Produktion, wir machen diesen Irrsinn weder mit noch unterstützen wir ihn.

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