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(331) Kurkuma Curcuma Longa
Thu, 22 August 2019 14:21:24

Suite Rezept

Titel: Kurkuma (Curcuma Longa)
Kategorien: Info, Gewürze
Menge: 1 Info

Zutaten:

QUELLE
Roland Gööck
Das Buch der Gewürze
-- Erfasst *RK* 12.08.1999 von
-- Ulli Fetzer

Zubereitung:
: Andere Namen: Gelbwurz, Gelbwurzel, chinesische Wurzel, indischer
: Safran, gelber Ingwer, Turmerik.
: Englisch: Turmeric
: Französisch: Curcuma; Souchet des Indes

Kurkuma ist der knollige Wurzelstock einer in Südasien heimischen
Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Die Kurkumapflanze wird
2-2,5 Meter hoch, hat große, lanzettliche, leuchtend grüne Blätter
und gelbe Blüten. Die Seitentriebe der Kurkumawurzel sind bis zu 6
cm lang und 15 mm dick, sie werden als "Curcuma longa" gehandelt.
"Curcuma rotunda" sind die Wurzelknollen. Beide Pflanzenteile werden
getrocknet verkauft.

Ihr Geruch ist ingwerähnlich, angenehm aromatisch, ihr Geschmack
leicht bitter und gewürzhaft brennend. Die hellgelbe bis gelbbraune
Gelbwurzel enthält bis zu 5% ätherisches Öl, Bitterstoff, Harz und
den lichtempfindlichen Farbstoff Curcumin. Kurkumapulver ist gelbrot.

Kurkumawurzeln (Curcuma longa)
: Die deutsche Bezeichnung ist vom lateinischen "curcuma" abgeleitet,
das wiederum vom arabischen "kurkum" abstammt. In Indien wird
Kurkuma auf Hindi "haldi" genannt, auf Tamil "manjal" In Indonesien
ist die Bezeichnung "könjit" üblich.
: Kurkuma gelangte schon im Altertun aus Indien nach Europa.
Dioskurides beschreibt das Gewürz: "Es gibt eine Art Cypergras, das
in Indien wächst, dem Ingwer ähnlich ist, aber beim Kauen safrangelb
wird und bitter schmeckt. Streicht man es auf ein behaartes
Muttermal, so gehen die Haare daselbst aus.

Durch die Araber kam das Gewürz als Heilmittel auch in andere
außerindische Gebiete. Im Mittelalter scheint Kurkuma vorwiegend als
Färbemittel verwendet worden zu sein. Man nannte die Droge auch
indischen Safran. Der Engländer Pomet notierte damals: "Diese Wurzel
wird hauptsächlich von den Färbern, Handschuhmachern und Parfümeuren
benutzt. Die Gießer färben damit ihre Metalle, und die Knopfmacher
reiben ihr Holz damit ein, wenn es wie Gold aussehen soll".
: In der Arzneitaxe der Stadt Ulm aus dem Jahre 1596 wird Radix
Curcumae aufgeführt, das Lot zu 6 Pfennigen.

Größter Kurkumaproduzent der Welt ist Indien mit einer Anbaufläche
von etwa 20000 Hektar. Von den jährlich erzeugten rund 100000 Tonnen
werden zehn Prozent exportiert. Hauptabnehmer sind die benachbarten
Staaten Pakistan und Ceylon. An dritter Stelle liegen die USA, dann
folgen der Iran und Kuwait. Neun Zehntel der Jahresernte bleiben im
Lande. Kurkuma darf in keinem indischen Haushalt fehlen, und die
ständige Bevölkerungszunahme wird den Anteil des Eigenverbrauchs
eher noch erhöhen.

Der meiste indische Kurkuma wächst in den Staaten Madras und Orissa,
aber auch aus Bombay, Hyderabad und Madhya-Pradesh kommen größere
Mengen. Im Export sind Madras- und Alleppey Turmeric, nach den
Verschiffungshäfen (und nicht nach den Anbaugebieten) benannt, die
wichtigsten Sorten. Alleppey ist orangegelb, Madras zitronengelb.
Von den übrigen Produktionsländern sind Süd- und Ostchina Formosa
und Java zu erwähnen. Auch auf den Philippinen wächst Kurkuma - am
bekanntesten ist hier der Haiti-Turmeric, eine Sorte von dunkler
Orangenfarbe.

Wildwachsend ist Kurkuma nur selten anzutreffen. Der Anbau ähnelt
der Ingwerkultur. Für den Export bestimmte Wurzeln werden gesäubert,
gekocht, etwa eine Woche lang getrocknet, dann von Hand abgerieben,
bei Bedarf poliert und nach "fingers" (Curcuma longa), "bulbs"
(Curcuma rotunda) und "splits" (Spaltware für den Eigenverbrauch)
sortiert.
: Die Ausbeute an marktfähigem Gewürz liegt bei 15 bis 25 % der
grünen Rohware.

Als Einzelgewürz wird Kurkuma in der Küche selten verwendet. Es ist
einer der wichtigsten Bestandteile des Currypulvers, das der
Gelbwurzel seine Farbe verdankt. Hier und da verwendet die
Lebensmittelindustrie gemahlenen Kurkuma als Würzmittel,
beispielsweise für Senf und Senfsaucen. Worcestershiresauce enthält
nennenswerte Kurkumaanteile. In den USA würzt man u.a. Rühreier,
Cremesaucen für Eierspeisen, Saucen für Brathuhn und zu Curryfleisch,
Senfsaucen und Mayonnaise für Fischsalate mit Kurkumapulver.
Technisch spielt Kurkuma eine Rolle in der Parfümerie und Färberei.
: Die Volksheilkunde schätzt das Gewürz als Magen- und Nierenmittel
und als Arznei bei Gelbsucht, Gallensteinen und
Gallenblasenentzündungen. in der Schulmedizin wird Kurkuma kaum noch
verwendet. Kurkumapapier ist ein mit Kurkumagelb gefärbtes
Reagenzpapier zum Nachweis von Borsäure. Kurkumaöl dient zum
Aromatisieren von Speisen. Die in der Kurkumawurzel enthaltene
Stärke kommt als Arrowroot oder Tikur auf den Markt, ist aber bei
uns selten anzutreffen.

Mit Curcuma longa verwandt ist der Zitwer (Curcuma zedoaria) eine
Curry-Zutat.
: Wegen seiner Lichtempfindlichkeit muss Kurkumapulver ebenso wie
Currypulver unter Lichtabschluss aufbewahrt werden.

#AT Ulli Fetzer #D 12.08.1999 #NI ** #NO Gepostet von: Ulli Fetzer
#NO EMail: ufetzer@gmx.de

(330) Kumquats-Konfitüre mit Rum
Thu, 22 August 2019 14:21:23

Suite Rezept

Titel: Kumquats-Konfitüre mit Rum
Kategorien: Grundlagen, Info
Menge: 3 450g-Glas

800 Gramm Kumquats; (Zwergorangen)
1 kg Gelierzucker
100 ml Rum; 40%
1 Limette; den Saft davon
1 Pack. Vanillezucker

Zubereitung:
Kumquats waschen, trockenreiben, fein würfeln, dabei Kerne entfernen.
Kumquats und Gelierzucker in eine Schüssel geben und gut vermischen.
Abgedeckt 3 bis 4 Stunden durchziehen lassen.

Kumquats und Gelierzucker in einen großen Topf geben, Rum,
Limettensaft und Vanillezucker zufügen, aufkochen; 5 Minuten unter
Rühren sprudelnd kochen.

Konfitüre in Schraubgläser füllen, umdrehen, fest werden lassen.

Tip:

: Eiförmige, etwa dattelgroße Kumquats schmecken aromatischer als
dicke, runde. Reife Früchte sind gleichmäßig organgerot.

:Stichworte : Aufbau, Kumquats, Marmelade, Rum

(329) Bärlauch Info
Thu, 22 August 2019 14:21:23

Suite Rezept

Titel: Bärlauch (Info)
Kategorien: Info, Gewürze
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info
Von Elsa Wimmel

QUELLE
ServiceZeit - KostProbe,
"Bärlauch",
WDR 24.03.2003
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
Bis vor ein paar Jahren war der aromatische Bärlauch nur bei
Wildkräuter-Sammlern bekannt. Heute lässt sich kaum ein Gourmet-
Koch die Gelegenheit entgehen, seine Gäste mit selbstkreierten
Bärlauchgerichten zu verwöhnen. Die lanzettförmigen, grünen Blätter
mit ihrem würzigen, knoblauchähnlichen Geschmack werden vor allem
für Suppen, Saucen und Brotaufstriche verwendet.

_Wo wächst Bärlauch?_

Bärlauch findet man in feuchten Laub- und Auenwäldern, bevorzugt
unter Buchen und auf humusreichem Boden. Er liebt Wärme, aber nicht
die direkte Sonne. Ab Anfang Februar kommen die ersten kleinen
Blätter aus der Erde. Die beste Qualität zum Essen haben die
Bärlauchblätter zwischen Ende Februar und der Blütezeit im Mai.
Bärlauch wird übrigens auch wilder Knoblauch, Waldknoblauch,
Hexenzwiebel, Ramsen oder Waldherre genannt.

Bärlauch zählt zu den Liliengewächsen. Er hat ähnliche Blätter wie
Maiglöckchen, deshalb muss man beim Sammeln aufpassen, dass man ihn
nicht mit dieser giftigen Pflanze und auch nicht mit der sehr
giftigen Herbstzeitlosen verwechselt.

Unser Tipp: Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern. Bärlauch
riecht nach Knoblauch, den beiden anderen Pflanzen fehlt dieser
typische Knoblauchgeruch.

_Warum ist Bärlauch so gesund?_

Das alte Wildgemüse stammt aus West- und Mitteleuropa. Schon die
Germanen wussten bereits, wie gesund Bärlauch ist. Er verfügt über
wertvolle ätherische Öle, wirkt desinfizierend und enthält viel
Vitamin C. Bärlauch unterstützt die Ausscheidung von Schwermetallen,
zum Beispiel von Quecksilber. Ähnlich wie Knoblauch wirkt er Herz-
Kreislauf-stärkend, beugt Arteriosklerose vor und beeinflusst einen
erhöhten Blutdruck günstig. Auf Haut- und Magenschleimhäute wirkt
Bärlauch anregend, er fördert die Verdauung und regt ebenfalls die
Gallen- und Nierentätigkeit an.

_Bärlauch in der Küche_

Für Bärlauchrezepte verwendet man am besten die jungen frischen
Blätter. Die Bärlauchzwiebel ist viel kleiner als die des Knoblauchs
und wird nur selten verwendet.

Im Frühjahr werden die Blätter für Käseaufstriche, Crèmes, Suppen
und Saucen verwendet. Bärlauch sollte nicht gekocht, sondern roh
unter die heißen Speisen gemischt und dann gleich serviert werden.
Sonst geht ein Großteil des charakteristischen Geschmacks verloren.
Besondere Liebhaber streuen sich ein paar Bärlauchblätter direkt
über Pizza, Pasta und Salat.

Beim Trocknen verlieren die Blätter ihr Aroma. Doch man kann man sie
in Öl konservieren (siehe Bärlauchpesto oder -öl, Rezepte unten)
oder auch einfrieren. Vor der Verwendung in der Küche sollte der
selbstgepflückte Bärlauch aus dem Wald mit etwas Essigwasser
gewaschen werden, denn es könnten Larven des Fuchsbandwurm an ihm
haften.

_Drehort:_

* Restaurant Kräutergarten Astrid und Herbert Jungblut Töpferstr.
30 53343 Wachtberg-Adendorf Tel. (0 22 25) 75 78

_Rezepte_

Hier einige einfache Bärlauchrezepte, ausgewählt von Herbert
Jungblut, Koch im Restaurant "Kräutergarten" in Wachtberg-Adendorf:

Bärlauchöl Bärlauchsuppe Ziegenkäse-Bärlauch-Speck-Krusteln mit
Bärlauchgelee Bärlauchrisotto Bärlauchpesto

http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20030324/b_2.phtml

:Stichwort : Info
:Stichwort : Bärlauch
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 25.03.2003
:Letzte Änder. : 25.03.2003
:Quelle : ServiceZeit - KostProbe,
:Quelle : "Bärlauch",
:Quelle : WDR 24.03.2003

#AT Christina Philipp #D 26.03.2003 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

(328) Kumquats Info + Einige Rezeptvorschläge
Thu, 22 August 2019 14:21:23

Suite Rezept

Titel: Kumquats Info + Einige Rezeptvorschläge
Kategorien: Info, Kumquat
Menge: 1 Info

Zutaten:
Kumquat (Citrus fortunella)

QUELLE
Info aus dem Supermarkt
ERFASST von
Renate Schnapka
am 02.07.97

Zubereitung:
Die nach dem Forscher Robert Fortune botanisch benannte Zwergorange
oder Zwergpomeranze ist in zwei Formen bei uns bekannt: als
leuchtende Zierfrucht des Orangenbäumchens am Fensterbrett oder als
süße Delikatesse im Glas mit einer sehr aromatischen Sirupsauce. Es
gibt verschiedene hellere und kunklere Sorten, die sich dann
limaquats, citangequats oder orangequats nennen und die alle
gleichartig verwendet werden. Sie schmecken etwa wie saftiges
Orangeat mit mehr Zitronen- oder Orangen-Aroma.

Die kleine, duftende Frucht ist samt Schale und den winzigen,
weichen Kernen zu essen, besonders wenn sie in Zucker eingelegt ist.
Der Import frischer Früchte aus China und Japan ist noch sehr gering.

Frische Früchte, auch solche aus eigener Ernte vom Fensterbrett,
werden am besten als Rarität roh gegessen oder in starkem
Zuckersirup eingemacht. Aus dem Glas genommene Kumquats verfeinern
Obstsalate, Cremes und Torten; sie werden dazu am besten halbiert,
damit die Frucht im Ganzen wirken kann. Kleingeschnitten kann man
sie nämlich durch das wesentlich billigere Arangeat ersetzen.

GEFUELLTE KUMQUATS:

Halbierte Früchte aushöhlen, das Fruchtfleisch mit
Marzipanwürfelchen und etwas zerdrückter Banane mischen, hoch
einfüllen und mit Schlagrahm überdecken. Auf Ananas- oder
Apfelscheiben, die mit Zitrone eingerieben wurden, stellen.

KUMQUATS AM SPIESS:

Je eine Belegkirsche, eine dicke Bananenscheibe, 1 weiche
Dörraprikose, 1 Scheibe Marzipan, 1 Kumquat und dann wieder Marzipan,
Aprikose, Banane und Kirsche auspießen. Auf Teller legen, mit Grand
Marnier übergießen und mit Mandelsplittern bestreuen.

KUMQUATS ZU FLEISCH:

Halbierte Kumquats auf dicke, mürbe Apfelscheiben (mit Zitrone
eingerieben) legen. Mit einem Gemisch aus geriebenem Apfel,
Meerrettich sowie Schlagrahm hoch einfüllen und zu Wild oder
Schinken, zu Ente oder zu Pasteten auf die Platte legen.

KUMQUATS ZU SALATEN:

Zum Beispiel einen Chicoree- oder Eissalat mit halbierten Kumquats
umlegen oder geviertelte Früchte unter einen Mayonnaise-Krautsalat
oder unter einen Salat aus gelben und grünen Paprikaschoten mischen
und noch mit Sirupsauce und grünen Pfefferkörnern rasant würzen.

Auch in Bowlen und zum Aromatisieren von Cocktails wirken Kumquats
attraktiv. Man setzt je eine halbe Frucht in passende Gläser, gießt
das Getränk darüber und gibt einen Piker dazu.

#AT Renate

(327) Kulturgeschichte des Kaffees Info
Thu, 22 August 2019 14:21:22

Suite Rezept

Titel: Kulturgeschichte des Kaffees (Info)
Kategorien: Info, Drinks
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info

QUELLE
Kaffee oder Tee,
SWR 29.01.2003
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
_Herkunft des Kaffees_

Es wird vermutet, dass die Kaffeepflanze aus Abessinien, also dem
Horn von Afrika, stammt; doch verliert sich die Geschichte des
Kaffees im fabelhaften Dunkel der Geschichte. In Arabien ist der
Kaffeegenuss sicher erst seit dem 15./16. Jahrhundert belegt, um
1600 schon überall sehr verbreitet. Um 1700 soll es in Kairo 3000
öffentliche Kaffeehäuser gegeben haben.

_Anfänge der Verbreitung in Europa_

Erst im 17. Jahrhundert verbreitet sich der Kaffee als Getränk auch
in Europa. Zwei Geschichten sind nicht untypisch auch für
kulturgeschichtliche Zusammenhänge. William Harvey, Mediziner und
der Entdecker des Blutkreislaufes (1578-1657), soll während seines
Studiums der Medizin in Padua, die berühmteste Medizinfakultät der
damaligen Zeit, Kaffee kennengelernt haben und nach seiner Rückkehr
nach England ein eingefleischter Kaffeetrinker geblieben sein. Ob er
zur Verbreitung der Kaffeekultur in England entscheidend beigetragen
hat, ist nicht bekannt.

Nach Wien soll der Kaffee 1683 im Zuge der erfolgreichen
Verteidigung der Stadt gegen die Belagerung der Türken gekommen sein.
Franz Georg Kolschitzky, polnischer Reisender und Kenner des
ottomanischen Reiches, hat angeblich nach dem Abzug der Türken die
Wiener davon überzeugt, mehrere hundert Sack Kaffee, die von den
Wienern für Kamelfutter gehalten wurden, ihm zu übereignen.
Kolschitzky soll danach das erste Kaffeehaus Wiens, Zur blauen
Flasche, eröffnet haben. Damit wurde auch in Wien die arabische
Kultur öffentlicher Kaffeehäuser aufgenommen.

_Das Wiener Kaffeehaus_

In Arabien war das öffentliche Kaffeehaus Teil der Unter- und
Mittelschichtkultur. Neben dem Getränk gab es Unterhaltung: Erzähler
traten auf, Schattentheater und Kleinkunst wurden geboten. Auch in
Europa entsteht die Spannung zwischen dem zunächst für die höchsten
Gesellschaftskreise reservierten Luxusgetränk und der schnellen
Verbreitung des Kaffees in den Unterschichten. Dabei spielte der
Anstieg der Reallöhne während des 18. (England) und

19. (Mitteleuropa) Jahrhunderts im Zuge der gewerblichen Entwicklung
eine wichtige Rolle. Arbeiter konnten sich zum Leidwesen der guten
Bürger Kaffee leisten. Manche beklagten sich über die
Verschwendungssucht der Arbeiter.

Darüber und über die Versuche, in schlechten Zeiten mit Kaffeeersatz
zurecht zu kommen, soll aber nicht geredet werden. Hier geht es um
das Kaffeehaus, insbesondere das Wiener, als Teil einer urbanen und
literaten Kultur, die es überall in Europa seit dem 17. Jahrhundert
gab. Mit dem on-dit, dass das Kaffeehaus der einzige Ort sei, an dem
man in guter Gesellschaft allein sein könne, wird der Widerspruch
zwischen Großstadt und Vereinzelung gut umrissen. In Wien (wie auch
anderswo: Café de Flore und die Existenzialisten in Paris) gab es
Kaffeehäuser als Treffpunkt für literarische, künstlerische,
journalistische, wissenschaftliche (Wiener Kreis: Wittgenstein u. a.
) Zirkel. Schriftsteller (Arthur Schnitzler, Franz Werfel, Franz
Kafka, Robert Musil, Stefan Zweig, Joseph Roth, Thomas Bernhardt u.a.
), Journalisten (Karl Kraus u.a.), Komponisten (Alban Berg u.a.)
waren Stammgäste in Wiener Kaffeehäusern.

Bestellt wurden und werden: ein Schwarzer, ein Brauner, eine Mélange,
je nachdem wieviel Milch der Kaffee enthalten sollte. Die Mischung
aus Kaffee, Milch (Sahne) und Zucker ist eine Frage des
individuellen Geschmacks und in anderen Ländern ebenso verbreitet: z.
B. Espresso, Capuccino, Latte macchiato, Café au lait. Serviert
wurde und wird im Wiener Kaffeehaus ein Glas Wasser zum Kaffee. Vom
Hawelka wird berichtet, dass das Wasserglas immer wieder aufgefüllt
wurde.

Typisch für den Kaffee in Wien (wie in Italien und Frankreich) ist
die starke Röstung, die dem Kaffee einen kräftigen Geschmack
verleiht. In der Schweiz schon weniger, wird der Kaffee in
Deutschland nicht stark geröstet und schmeckt auch wegen der am
stärksten verbreiteten Mischungen eher säuerlich. Die Kochverfahren
sind ebenfalls kulturell sehr unterschiedlich, obgleich im Zuge der
Globalisierung auch hier eine Vereinheitlichung stattfindet.
Deutschland zumindest befindet sich auf dem Wege zu einer eher
mediterranen Kaffeekultur.

_Kaffee, Sklaverei und Welthandel heute_

Angebaut wurde die Kaffeepflanze auf der arabischen Halbinsel
(Jemen), in Afrika, Ostasien (Indien, Indonesien) und Südamerika.
Fast überall waren aus Afrika stammende Sklaven die Arbeitskräfte,
die in den Plantagen arbeiteten. Kaffee-, auch Zuckerrohr- oder
Kakaoproduktion lebten von der Sklaverei, die von den
Kolonialmächten (Spanien, Portugal, England, Frankreich,
Niederlande) seit dem 18. Jahrhundert forciert eingesetzt wurde, um
in den Großbetrieben billige Arbeitskräfte zu haben.
Arbeitsbedingungen und soziale Verhältnisse waren katastrophal.
Schon den Transport von Afrika nach Südamerika z. B. überlebte nur
ein Bruchteil der Sklaven.

Trotz der massiven Unterdrückung gab es 1728 in Niederländisch-
Guyana und 1761 in Jamaika die ersten großen Sklavenaufstände, die
allerdings erfolglos blieben. Der einzige erfolgreiche Aufstand fand
zwischen 1791 und 1794 auf Haiti statt, kurz nach der Französischen
Revolution. Jährlich waren in der Zeit zuvor etwa 30000 Sklaven aus
Afrika nach Haiti transportiert worden. Um 1780 produzierten etwa
480000 Sklaven 40% der Welternte an Zuckerrohr und 50% der
Weltkaffeeernte. Während des Sklavenaufstandes wurde der größte Teil
der Plantagen und der Wirtschaftsgebäude niedergebrannt. Haiti
verlor seine Weltstellung als Zuckerrohr- (an Kuba) und als
Kaffeeproduzent (zunächst an Indonesien). Ab 1804 war Haiti unter
günstigen internationalen Umständen formell ein unabhängiger Staat,
ohne aber daraus für seine wirtschaftliche und politische
Entwicklung Nutzen ziehen zu können.

Grundsätzlich zeigt der Kaffeeanbau die Abhängigkeit der
Rohstoffproduzenten von den gewerblich entwickelten Regionen der
Welt, auch ohne dass durch Überproduktion der Weltmarktpreis unter
Druck steht. Rohstoffproduktion kann besonders in der Form der fast
überall praktizierten Großlandwirtschaft Länder nicht aus dem
Teufelskreis der Unterentwicklung herausführen, besonders dann, wenn
ein Rohstoff wie vielfach der einzige Devisen-bringende
Exportartikel ist. Rohstoffproduktion, mangelnde gewerbliche
Entwicklung, mangelnde allgemeine Bildung, scharfe soziale
Unterschiede, undemokratische politische Systeme bilden einen
Teufelskreis, in dem sich noch heute manche Kaffee-produzierende
Länder befinden. Wer Kaffee trinkt, sollte daher darauf achten, dass
er Produkte kauft, die auch in der Absicht hergestellt werden, diese
Verhältnisse allmählich zu ändern.

Jörn Sieglerschmidt Universität Mannheim

_Literaturhinweise:_

Ulla Heise: Kaffee und Kaffeehaus. Die Geschichte des Kaffees. insel
taschenbuch, Frankfurt 2002.

Gert v. Paczensky, Anna Dünnebier: Kulturgeschichte des Essens und
Trinkens. Knaus Verlag, München 1994.

http://www.swr-online.de/kaffee-oder-tee/essen/kaffee/2003/01/29/ind
ex.html

:Stichwort : Info
:Stichwort : Kaffee
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 24.03.2003
:Letzte Änder. : 24.03.2003
:Quelle : Kaffee oder Tee,
:Quelle : SWR 29.01.2003

#AT Christina Philipp #D 24.03.2003 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

(326) Kürbisse
Thu, 22 August 2019 14:21:22

Suite Rezept

Titel: Kürbisse
Kategorien: Info
Menge: 1 Info

Zutaten:

QUELLE
http://www.mdr.de/
ratgeber/wohnen_garten/
Erfasst 23.10.02 von
Barbara Langer

Zubereitung:
Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde. Sie
stammen ursprünglich aus Mexiko, wo sie von den Mayas und Azteken
angebaut wurden. Vor rund 400 Jahren kamen sie nach Europa. Hier
wurden Kürbisse lediglich als Viehfutter verwendet. Übrigens: der
Kürbis ist botanisch gesehen die größte Beeren-Frucht der Welt.
Kürbisse (Cucurbita) gehören zur Familie der Kürbisgewächse
(Cucurbitaceae). Kalebassen, auch Flaschenkürbisse genannt, sind
ebenfalls Kürbisgewächse, gehören aber nicht zur Gattung der
Kürbisse und sind nicht genießbar. Zucchini sind jung geerntete
Gartenkürbisse mit Gurkenform; die Pflanzen wachsen eher buschig.

Die Kürbisfamilie umfasst über 700 Arten. Unter den Winterkürbissen
bieten drei Arten eine Auswahl an essbaren Kürbissen:

Beim Speise- und Riesenkürbis (Cucurbita maxima) handelt es sich um
eine einjährige großblättrige Sorte.

Moschuskürbisse (Cucurbita moschata ) sind sehr aromatisch.

Hokkaido-Kürbisse gehören zum Gartenkürbis (Cucurbita pepo) und sind
sehr lange haltbar.

In Deutschland gibt es rund 250 Sorten, einschließlich der bunten
Zierkürbisse. Die Blüten sind einhäusig, das heißt zwei in ihrer
Gestalt unterscheidbare Blütentypen, männliche und weibliche Blüten,
wachsen an einer Pflanzen.

Speisekürbisse:

Besonders gut und vielseitig verwendbar ist die Sorte Uchiki Kuri
(auch als Hokkaido bekannt). Für herzhafte Gerichte sehr geeignet
sind die Sorten Muscade de Provence und die japanischen Cups,
beispielsweise der Delica (auch Ebisu genannt). Für Rohkost sind die
Eichelkürbisse (Acorns) und der Sweet Dumpling mit seinem feinen
Maroni-Geschmack empfehlenswert. Wenn Sie eine Süßspeise oder einen
Kuchen zubereiten wollen, sollten Sie die süßlich schmeckenden
Butternuts ausprobieren.

Halloweenkürbisse:

In Nordamerika werden die Hauseingänge im Herbst mit orangefarbenen
"Pumpkins" - Gartenkürbissen - geschmückt. Aus ihnen lassen sich die
schönsten Halloween-Gesichter schnitzen. Vom Geschmack her sind
diese Kürbisse zwar nicht mit den oben beschriebenen guten
Speisekürbissen zu vergleichen, doch zum Wegwerfen ist das
Fruchtfleisch zu schade. Schön zum Schnitzen und recht
wohlschmeckend sind die mittelgroßen Baby Bears und die großen
Sorten Ghost Rider, Aspen, Frosty und Howden. Von den kleinen Sorten
sehen Jack be Little und Sweetie Pie schön aus.

Zierkürbisse:

Natürlich kann jeder schöne Kürbis zur Dekoration verwendet werden.
Zierkürbisse sollten nicht verzehrt werden. Sie enthalten
Cucurbitacin, einen Wirkstoff, der Magenkrämpfe und Übelkeit
verursachen kann. Zu den Zierkürbissen gehören die zweifarbige Sorte
Pear Bicolor, der kleine grün-cremefarben gestreifte Flat Striped
und verschiedene Warzen- und Kronenmischungen.

Kürbisvorrat für den Winter:

Kaufen Sie nur unbeschädigte Früchte. Lagern Sie die Kürbisse über
den Winter in einem trockenen kühlen Raum. Einfrieren lässt sich
Kürbisfleisch am besten in Stücke geschnitten und kurz blanchiert
oder zu Mus gekocht. Beschädigte Kürbisse sollten Sie innerhalb
einer Woche verbrauchen. Falls Sie das erste Mal selbst Kürbisse
züchten, erkennen Sie deren Reife an einem verholzten Stiel, einer
harten Schale und einem hohlen Klang. Ernten Sie die Früchte vor dem
ersten Frost und lassen Sie den Stil am Kürbis, sonst beginnt die
Frucht schnell zu faulen. Solange die Herbstsonne scheint, sollten
Kürbisse im Freien bleiben. Die Schale kann dann besser aushärten,
die Farbe wird intensiver und der Wasserverlust wird reduziert.

Kürbissamen selbst gewinnen:

Viele Speisekürbisse kreuzen sich mit Zierkürbissen. Daher sollten
Sie für die Saatgutgewinnung auf getrennte Standorte achten. Bei der
Aussaat im neuen Jahr erleben Sie sonst ein Formengemisch. Zur
Gewinnung von Samen, lassen Sie die Kerne mit Fruchtfleisch in
lauwarmem Wasser bei Zimmertemperatur stehen. Nach einigen Tagen
fängt die Masse an zu gären an, wodurch sich das Fruchtfleisch
auflöst. Dann spülen Sie die Kerne gut mit Wasser ab. Dieser Prozess
garantiert eine gute Keimung. Nach einigen Tagen sollten sie soweit
getrocknet sein, dass sie in Leinensäckchen oder Papiertüten den
Winter gut überstehen. Die Kürbissamen erhalten ihre Keimfähigkeit
fünf bis sechs Jahre lang.

Anbau auf dem Mulchbett

Je nach Klimaregion können Sie ab Anfang bis Mitte Mai direkt ins
Freiland außäen. Die Samen benötigen jedoch zehn bis 15 Grad warme
Böden. Die Jungpflanzen sind schnellwüchsig. Sie können drei bis
vier Wochen vorher die Samen auf der warmen Fensterbank vorziehen.
Bei 20 Grad warmer, feuchter Erde keimen die Samen schon in drei
Tagen. Der Keimling soll kompakt und stabil wachsen können und
braucht dazu viel Licht. Sie können sich die weiteren Pflegearbeiten
erleichtern, wenn Sie das gesamte Beet um die Kürbispflanzen mulchen.
Dann bedeckt eine Schutzdecke mit Grasschnitt und Stroh den Boden.
Diese "Decke" schützt vor raschem Austrocknen, verhindert das
Verschlämmen beim Gießen und verbessert das Bodenleben. Setzt im
Oktober feucht-kühles Wetter ein, kann es erforderlich werden,
großfruchtige Exemplare mit einem Brett zu unterlegen. Das
verhindert vorzeitiges Faulen an der Kontaktstelle zum nassen Boden.
Beim Anbau der Kürbisse auf dem Mulchbeet haben Sie immer
automatisch eine trockene Schicht unter den Früchten. Die Erntezeit
bei Kürbissen variiert je nach Sorte und Klima von September bis
November.

Tipp:

Die Kürbisjungpflanze sollten Sie nicht auf den Komposthaufen,
sondern daneben setzen. Dort bekommt sie durch das Sickerwasser die
freigesetzten Nährstoffe ab und saugt den Kompost nicht aus.

Literatur zum Weiterlesen:

"Kürbis und Co." Elisabeth Döpp, Christian Willrich & Jörn Rebbe
Gräfe u. Unzer ISBN: 3774254575 6,90 Euro

"Kürbis - Die besten Rezepte" Karin Messerli AT Verlag, ISBN 3-85502-
643-2 10,90 Euro

Kürbis & Zucchini; aus der Reihe Garten-Fit Helga Buchter-Weisbrodt
Eugen Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3142-0 9,90 Euro

Speisekürbisse -Anbau, Sorten, Lagerung und Verwendung Eugen Ulmer
Verlag ISBN 3-8001-3216-8 24,90 Euro

#AT Barbara Langer #D 23.10.2002 #NI ** #NO Gepostet von: Barbara
Langer #NO EMail: Barbara-Langer@t-online.de

(325) Kürbisküche Info
Thu, 22 August 2019 14:21:21

Suite Rezept

Titel: Kürbisküche (Info)
Kategorien: Info, Gemüse
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info

QUELLE
Kaffee oder Tee,
"Kürbisküche",
SWR 19.09.2000
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
In den letzten Jahren wurden immer mehr sog. "Alte Gemüsesorten"
wiederentdeckt - darunter auch die Beere (dort reihen ihn die
Botaniker ein) Kürbis. Inzwischen zählt er zu den kulinarischen
Herbsthighlights. Aus dem aufregenden Gemüse und seinen zahlreichen
Verwandten wie beispielsweise Big Max, Gelber Zentner, Hokkaido oder
Spaghetti-Kürbis lassen sich wunderbare Köstlichkeiten zubereiten.
Ob in Suppen, Chutneys oder Saucen, ob in Gemüsebeilagen oder
Desserts - der Kürbis macht in fast jedem Rezept eine gute Figur.
Ein paar der vielleicht schmackhaftesten Beispiele wollen wir an Sie
weitergeben.

Kleine Warenkunde: Im Pflanzenreich gibt es rund 800 verschiedene
Zier- und Speisekürbisse. Einzelne davon können ein Gewicht von 100
kg und mehr erreichen. Wie der Name schon sagt, sind Zierkürbisse
nicht zum Verzehr geeignet. Bei den Speisekürbissen unterscheidet
man Sommer- und Winterkürbisse.

Merkmale der Sommerkürbisse: Sie wachsen schnell und werden in der
Regel nicht so mächtig wie Winterkürbisse. Sie werden vom
Spätfrühling bis Anfang Herbst geerntet und sind nur wenige Tage im
Kühlschrank haltbar. Ihr Fleisch ist hell und fest, die Schale und
Kerne sind weich. Zu schälen sind sie nur dann, wenn es im Rezept
ausdrücklich empfohlen wird. Zu den Sommerkürbissen gehören
beispielsweise Zucchini, Squash, Chayote oder Markkürbis.

Merkmale der Winterkürbisse: Sie werden erst im Spätherbst geerntet,
wenn die Schale dick und hart ist und die Früchte ausgereift sind.
Man erkennt dies am verholzten Stiel und an einem hohlen Ton, der
entsteht, wenn man gegen die Schale klopft. An einem kühlen
trockenen Ort können sie oft bis in den Frühling hinein gelagert
werden. Winterkürbisse eignen sich nicht zum Rohverzehr. Sie werden
vor oder nach dem Garen geschält. Verarbeitet werden sie am Besten
wie folgt: Halbieren oder in handliche Stücke schneiden, entkernen
und die bitteren Fasern herausschaben, das Fruchtfleisch mit einem
scharfen Messer aus der Schale schneiden. Zu den Winterkürbissen
gehören beispielsweise Gartenkürbis, Gelber Zentner, Hokkaido,
Spaghetti-Kürbis, Butternut oder Türkenturban.

Rezepte: Kürbisrahmsuppe Kürbisgemüse mit grünem Pfeffer Kürbisflan

http://www.swr-online.de/kaffee-oder-tee/vvv/kochschule/archiv/2000/
09/19/index.html

:Stichwort : Info
:Stichwort : Kürbis
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 18.06.2001
:Letzte Änder. : 18.06.2001
:Quelle : Kaffee oder Tee,
:Quelle : "Kürbisküche",
:Quelle : SWR 19.09.2000

#AT Christina Philipp #D 18.06.2001 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

(324) Kürbiskernöl: Grünes Gold Info
Thu, 22 August 2019 14:21:21

Suite Rezept

Titel: Kürbiskernöl: Grünes Gold (Info)
Kategorien: Info, Gewürze
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info
Von Mona Bahnassawy

QUELLE
ServiceZeit - KostProbe,
"Kürbiskernöl",
WDR 12.11.2001
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
Mit seiner intensiven Farbe und seinem nussigen Geschmack ist das
aus den Kernen des Ölkürbis gewonnene Speiseöl eine besondere
Spezialität der Steiermark. Es eignet sich nicht nur für
Salatdressings, sondern auch zur Verfeinerung von Saucen, Suppen und
Süßspeisen. Öl und Kerne sind eine gesunde Bereicherung für die
Küche und unbedingt eine Kostprobe wert.

Geschützte Bezeichnung: "Steirisches Kürbiskernöl" ist unter genau
dieser Bezeichnung als regionales Produkt geschützt. Jedes so
ausgelobte Kürbiskernöl wurde also in der Steiermark aus dem
steirischen Ölkürbis hergestellt. Er ist eine Variante des
ursprünglich aus Mexiko stammenden Kürbis, den Kolumbus nach Europa
gebracht hat. Besonderes Merkmal sind die schalenlosen grünen Kerne,
von denen ein Kürbis maximal 300 Gramm enthält.

Traditionelle Herstellung: 2,5 Kilogramm der getrockneten Kerne
liefern etwa 1 Liter Öl. Die Herstellung von Kürbiskernöl verläuft
in den meisten Betrieben traditionell mit Kompressoren, die schon
vor 100 Jahren dafür verwendet wurden. Die Kerne werden gemahlen,
mit Wasser vermischt, dann wird diese Masse geröstet und dabei
gleichzeitig entwässert. Aus dem Brei wird schließlich das Öl
gepresst, das reich an wertvollen Inhaltsstoffen ist. Es enthält
reichlich:
* ungesättigte Fettsäuren (über 80 Prozent)
* Vitamin E
* Zink
* Phytosterine
* Magnesium
* Selen

Natürliche Heilkraft: Mediziner vermuten, dass gerade die
Kombination dieser Substanzen für die positive Wirkung bei Blasenund
Prostatabeschwerden verantwortlich ist.

Kürbiskerne und Kürbiskernöl sollen auch in Bezug auf zahlreiche
andere Krankheiten vorbeugend beziehungsweise lindernd wirken:
* Blasenbeschwerden/-entzündungen/-schwäche
* Prostataleiden
* Erhöhter Blutdruck
* Erhöhte Blutfettwerte
* Haarprobleme
* Hautprobleme
* Herz- und Kreislaufprobleme
* Muskelkrämpfe
* Nierenschwäche
* Arteriosklerose
* Bandscheibenleiden
* Bettnässen bei Kindern

Qualitätstest: Will man die Qualität des Kürbiskernöls überprüfen,
um sicher zu sein, dass es nicht mit billigerem Öl verschnitten
wurde, gibt man einige Tropfen davon auf einen weißen
Porzellanteller. Die Farbe muss ein intensives, dunkles Olivgrün
sein. Der Ölflächenspiegel darf nicht aufreißen, der Geruch muss
rund, nussig und intensiv, aber auf keinen Fall säuerlich sein. Je
nachdem, ob man direkt ab Hof oder im Laden kauft, kann der Preis
zwischen 30 und 60 Mark pro Liter betragen.

Verwendung in der Küche: Auf keinen Fall darf Kürbiskernöl stark
erhitzt werden. Wenn das Öl verbrennt, verliert es seinen guten
Geschmack und seine positive Wirkung. Salatsauce, Mayonnaise,
Kartoffelbrei oder Nudelteig verleiht es ein wundervolles Aroma und
eine leicht grünliche Färbung. Dünne Scheiben von kaltem
Bratenfleisch kann man sehr gut mit Zwiebel, Pfeffer, Salz, Essig
und Kernöl marinieren. Für Brot und süße Backwaren sind die ganzen
Kürbiskerne geeignet.

Literatur u.a.:

* Erica Bänziger Kürbiskerne - Kürbiskernöl für Küche und
Hausapotheke Hädecke, 2001 ISBN 3-7750-0367-3 Preis: 19,90 Mark
* Erika Seidl Kochen mit steirischen Kürbiskernen und Kürbiskernöl
Eigenverlag Erika Seidl, 1998 ISBN 3-9500888-0-6 Preis: Auf Anfrage

Kontaktadresse:

* Gasthaus Zeiritz Österreichische Küche Limburger Str. 19 50672
Köln Tel. (02 21) 2 57 54 52

Weitere Informationen im Internet zum steirischen Kürbis:

* www.deutschlandsberg.at/tour/spez/kern1.htm

Rezept: Kürbiskernöl-Kuchen

http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20011112/b_5.phtml

:Stichwort : Info
:Stichwort : Kernöl
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 12.11.2001
:Letzte Änder. : 12.11.2001
:Quelle : ServiceZeit - KostProbe,
:Quelle : "Kürbiskernöl",
:Quelle : WDR 12.11.2001

#AT Christina Philipp #D 12.11.2001 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

(323) Kürbisfest...
Thu, 22 August 2019 14:21:21

Suite Rezept

Titel: Kürbisfest...
Kategorien: Grundlagen, Info
Menge: 4 Portionen

Kürbis

NACH EINEM TEXT VON
Toni Kaiser Erfasst von
-- Rene Gagnaux

Zubereitung:
Ob im Garten oder auf dem Markt: Kürbisse fallen durch ihre Größe
und Farben überall auf. Sie besitzen wohlklingende Namen wie Napoli,
Muscade de Provence, Oranger Knirps, Liliputaner, Sweet Mama, Big
Max oder Kleine Jaspismelone. Lange Zeit fast vergessen, stehen
ihnen dank ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten heute wieder
alle Küchentüren offen.

Von den rund 800 Kürbissorten baut der Mensch viele als
Kulturpflanzen an; bei uns am bekanntesten ist wohl der Riesen- oder
Speisekürbis mit dem orangefarbenen Fruchtfleisch. Aber auch Melonen
und Gurken gehören zur Familie, doch ist die botanische Systematik
eher verwirrend. Sicher ist, dass der Mensch bei der Entstehung der
Sortenvielfalt ganz kräftig mitgemischelt hat.

Stammform ist ein vor etwa 8000 Jahren von den Indianern im
tropischen Amerika kultivierter, schnellwachsender und als Gemüse
genutzter Speisekürbis. Was sich daraus im Laufe der Zeit an Arten,
Unterarten und Varietäten entwickelt hat, ist erstaunlich. Die
Riesenkürbisse etwa bringen bei sehr nährstoffreicher Erde Früchte
bis rund 100 kg hervor, die dann allerdings wässrig sind. Der
Gewichtsrekord der Sorte Big Max liegt übrigens bei über 250 kg! Zur
Kürbisfamilie im engeren Sinn gehören zum Beispiel auch die
Zucchetti und die besonders zartfleischigen Squash oder Patissons
(Bischofsmützen), die jedoch nicht schwerer als 300 g sein sollten,
da sie sonst gerne verholzen. Noch nicht so lange auf unseren
Märkten erhältlich sind die Rondini, die Früchte einer ehemals
afrikanischen Kürbispflanze, die jedoch auch bei uns gedeiht.
Rondini sind, wie es der Name sagt, rund und in gereiftem Zustand
meist hell- bis dunkelgrün gesprenkelt. Aber auch eine unübersehbare
Anzahl von Zierkürbissen mit großen, kleinen, langen, kurzen, runden,
länglichen, keulenförmigen, gestreiften, glatten oder warzig-rauhen
Früchten und Mustern aller Couleurs gehören zur Familie. Sie
erfreuen sich bei uns vor allem als Schalenschmuck großer
Beliebtheit.

Dass Kürbisse nicht nur gegessen und zu Dekorationszwecken gebraucht
werden, zeigt ein Beispiel aus den Usa. Dort werden große Früchte
für die Halloweennacht, die Nacht vor Allerheiligen, zu kunstvollen
Laternen ausgehöhlt und zurechtgeschnitzt. Sie stellen schaurige und
unheimliche Fratzen dar und leuchten die ganze Nacht von den
Fensterbänken. Oder die Kinder tragen sie wie unsere "Räbeliechtli"
von Haus zu Haus und rufen dazu "trick or treat!", zu deutsch
"Streich oder Bewirtung!".

Kulinarisch lässt sich die Kürbisfrucht, deren Fleisch nur wenig
Zucker, fast kein Fett und überhaupt keine Säure enthält, fast so
vielfältig verarbeiten, wie es Sorten gibt. Ob süss oder pikant,
sicher aber gekocht oder kurz gebraten, kann man die Früchte in
Suppen, Salaten, Gemüsegerichten, Brot, Desserts - Kürbiskuchen
schmeckt ausgezeichnet! -, eingemacht oder als Konfitüre verwerten.
Klassiker sind etwa die in der ausgehöhlten Frucht servierte
Kürbissuppe oder ein süss-saures Kompott mit Ingwer, Zimt und
Gewürznelke. Man sollte jedoch die Gewürze auf die jeweils
verwendete Sorte abstimmen. Sehr gut passen zum Beispiel Knoblauch,
Zwiebeln, Curry, Kreuzkümmel und Petersilie.

Die fettreichen Kürbiskerne, die im Handel auch getrocknet
erhältlich sind, eignen sich sehr gut als Salat- oder Müslizutat und
als kleine Knabberei für zwischendurch; gut schmecken sie, wenn man
sie in einer trockenen Pfanne ohne Fettzugabe röstet. In manchen
Ländern wird aus den Samen auch ein dickflüssiges Kernöl von
dunkelgrüner bis fast schwarzer Farbe gewonnen; das berühmteste
stammt aus der Steiermark und zeichnet sich durch seinen
hocharomatischen, stark nussartigen Geschmack aus. Kürbiskernöl
sollte man nur kalt und zum Marinieren verwenden, damit seine
wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.

:Stichworte : Aufbau, Info, Kürbis

(322) Kürbis Info
Thu, 22 August 2019 14:21:20

Suite Rezept

Titel: Kürbis (Info)
Kategorien: Info, Gemüse
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info

QUELLE
Kaffee oder Tee,
"Kürbis",
SWR 27.09.2001
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
Der Kürbis und seine Geschichte: Denkt man an das amerikanische
Essen, so denkt man in erster Linie wohl nur an fast-food. Aber auch
Gesundes kommt aus Amerika, zum Beispiel der Kürbis. Seit mehr als
10.000 Jahren ist er als Gemüsepflanze bekannt. Nordamerikanische
Indianer bauten den Kürbis zusammen mit Mais und Bohnen an. In einer
Legende der Irokesen bezeichnet man die drei Gemüse als
"unzertrennliche Schwestern". Seit den Tagen der Pilgerväter feiert
man in Nordamerika das Erntedankfest mit traditionellen
Kürbisgerichten. Ursprünglich wurde der Kürbis dafür aufgeschnitten,
die Samenkörner entfernt und der Rest mit Milch, Honig und Gewürzen
gefüllt und im Ofen gegart. Mit Kolumbus kam der Kürbis nach Europa.
Und auch hier hat der Kürbis viele Freunde, nicht nur an "Halloween",
der Nacht vor Allerheiligen.

Der Kürbis und seine Vielfalt: Der Kürbis gehört zur Familie der
Cucurbitaceae, der Kürbisgewächse. Das sind rankende oder auch
buschige Pflanzen, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen
Gegenden vorkommen. Andere bekannte Vertreter dieser Familie sind
die Gurke, die Melone, die Zucchini. Weltweit wachsen hunderte
Kürbissorten in unterschiedlichen Formen und Farben. Die meisten
Sorten werden in Sommer- und Winterkürbisse unterteilt. Der
Sommerkürbis wird unreif geerntet. Zu ihm zählen die
schnellwachsenden Früchte mit stark wasserhaltigem und zartem
Fleisch. Es ist gelblich-weiß und schmeckt am besten, wenn es noch
jung ist. Der Sommerkürbis hat eine weiche, essbare Schale. Seine
bekanntesten Vertreter sind Zucchini und Rondini. Winterkürbisse
werden im Gegensatz zu den Sommerkürbissen im reifen Stadium
geerntet. Sie sind auffallend dekorative Gewächse, die zur Bildung
der harten Schale und des festen, gelblich bis orangefarbenen
Fruchtfleisches eine ganze Saison brauchen. Die Bezeichnung
"Winterkürbis" besagt, dass die Frucht während der Wintermonate
gelagert werden kann. Je nach Sorte lässt sich der Winterkürbis bis
zu sechs Monate aufbewahren.

Der Kürbis und die Gesundheit: Der Kürbis enthält ebenso wie
Karotten und Spinat besonders viel Carotinoide. Schon seine
leuchtend orangegelbe Farbe ist ein wichtiges Indiz für seinen hohen
Gehalt an Carotinoiden. Mit 100 g Kürbisfleisch am Tag ist der
Tagesbedarf schon gedeckt. Die Carotinoide sind wichtige
Schutzstoffe, die als Antioxidantien der Radikalbildung im Körper
entgegenwirken. Kürbissaft ist ein gesunder Gemüsetrank: alle
Vitamine und Mineralien wie Kupfer, Eisen, Magnesium oder Kalium
sind optimal aufeinander abgestimmt- in einem für den Stoffwechsel
hervorragendem physiologischem Verhältnis. Die Verbindung des
Mineralstoffs Zink mit Vitamin C kurbelt das Abwehrsystem des
Körpers an. Kürbis wirkt ausschwemmend und wasserregulierend. Noch
größeren Reichtum an wertvollen Inhaltsstoffen liefern die
Kürbiskerne. Sie bestehen bis zu 45% aus hochwertigen ungesättigten
Fettsäuren und enthalten neben Spurenelementen und Vitaminen
Phytosterine. Diese wirken einem erhöhten Cholesterinspiegel
entgegen, da sie das körpereigene Cholesterin binden und somit
unschädlich machen. Kürbiskerne sind auch ein bewährtes Heilmittel
bei Prostatabeschwerden. Unser Tipp: Kauen sie täglich eine Handvoll
Kürbiskerne - das kräftigt die Blasenmuskulatur!

Der Kürbis in der Küche: Das Schälen ist nicht immer einfach. Ein
älterer Kürbis wird am besten mit einem scharfen Messer geviertelt.
Eine andere Möglichkeit: man steckt die ganze Frucht in den Backofen
und gart sie 40 bis 60 Minuten bei 200 Grad. Dann wird der Kürbis
geteilt, entkernt und das Fruchtfleisch wird mit einem Esslöffel aus
der Schale genommen. Ein Kürbispüree fällt je nach Kürbissorte
unterschiedlich aus. Unser Vorschlag: zunächst den Kürbis schälen
und entkernen, dann das Fleisch würfeln und in einem Siebeinsatz im
Dampf rund 20 Minuten garen. Das weiche Fleisch durchpassieren oder
im Mixer pürieren und dann das Kürbispüree abtropfen lassen. Dazu
das Püree in ein feines Sieb gießen, das mit einem Gazetuch
ausgelegt ist. Am besten über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen.
Das Kürbispüree kann anschließend auch tiefgekühlt werden.

Der Kürbis und die Kleinkindernährung: Wie die Möhre oder Karotte
eignet sich auch der Kürbis sehr gut für die Kinderernährung.
Kartoffeln und Kürbis werden zusammen im Dampf gegart und
anschließend püriert. Das Püree kann mit Sahne/Butter verfeinert
werden. Auch in Grießbrei schmeckt Kürbis kleinen Kindern. Unser
Vorschlag: den Kürbis mit der Rohkostreibe reiben und zusammen mit
Milch und dem Grieß kochen. Das Ganze kann mit ein wenig Honig
abgeschmeckt werden. Zerdrückte Bananen oder fein geriebene rohe
Äpfel können mit Kürbispüree nach Belieben gemischt werden.

Rezepte: Kürbisquiche Halloweenkekse Kürbismarmelade

http://www.swr-online.de/kaffee-oder-tee/vvv/alles-frisch/archiv/
200 1/09/27/index.html

:Stichwort : Info
:Stichwort : Kürbis
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 27.09.2001
:Letzte Änder. : 27.09.2001
:Quelle : Kaffee oder Tee,
:Quelle : "Kürbis",
:Quelle : SWR 27.09.2001

#AT Christina Philipp #D 28.09.2001 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de