Unser Gästebuch

Haben Sie Anmerkungen, Wünsche oder Verbesserungsvorschläge? Oder möchten Sie uns einfach etwas mitteilen? Tragen Sie sich in unser Gästebuch ein. Anregungen und Ideen nehmen wir dankend an.


 Name *
 E-Mail
 Webseite
 Text *


* Eingabe erforderlich

Antispam Massnahme
Vor dem Absenden des Gästebucheintrags bitte die Buchstaben- und Zahlenkombination in das Textfeld eintragen.
5 + 5=

(1101)
(401) Mandarinen - Info
Thu, 22 August 2019 14:21:53

Suite Rezept

Titel: Mandarinen - Info
Kategorien: Grundlagen, Info
Menge: 1 Rezept

Mandarinen
Mandarine. Citrusfrucht,
-- Beerenfrucht des
-- immergrünen
Mandarinenstrauches oder -
-- baumes Citrus Reticulata
-- Blanco. Heimat:
China; Anbau: Vorwiegend
-- Mittelmeerländer, USA,
-- Südamerika,
Südafrika, Australien,
-- Ostasien.
Mittelgroße Frucht, meist
-- abgeflacht. Dünne, lose
-- anhaftende und bei
Zunehmender Reife sich
-- lockernde Schale, 10-12
-- Fruchtfächer, zart und
Saftig, süß, aromatisch,
-- zahlreiche Kerne. Sorten
-- werden im
Deutschen Handel nicht
-- unterschieden.
Einfuhrmenge früher
-- bedeutender, jetzt
-- gering, fast
-- ausschließlich
Für Frischverzehr.
Eg-Qualitätsnormen
-- schreiben für
-- Clementinen und Monreals,
-- Satsumas,
Tangerinen, Wilkings und
-- sonstige Mandarinen und
-- ihre Hybriden
Sortierung nach
-- Querdurchmesser vor:
-- größtes Format über
-- 78mm,
45 Mm sollen nicht
-- unterschritten werden.
Verarbeitungsprodukte in
-- Anbauländern:
-- Fruchtkonserven, Pulpe,
-- Saft,
Mandarinenöl (aus Schelen),
-- Getränke. Vrarbeitet
-- vorwiegend zu
Mandarinenlikör,
-- Konfitüren und
-- Süßwaren.
Lagerung bei +6 bis +7 Grad
-- Celcius. 85-90 % rel.
-- Luftfeuchtigkeit,
Lagerdauer bis 6 Wochen.
Sie gehören zu den
-- Zitrusfrüchten, die
-- schon seit Jahrhunderten
-- in
Süd- und Ostasien
-- kultiviert werden.
-- Ursprüglich stammen sie
Wahrscheinlich von der
-- Insel Mauritius, deren
-- Bewohner sie "Mandara"
Nannten.
Die Mandarine schmeckt
-- milder und aromatischer
-- als ihre Verwandten
Aus der Zitrusfamilie.
-- Inzwischen kennt man
-- weltweit 30 Sorten,
Darunter die Satsumas und
-- Clementinen.
Vom medizinisch und
-- ernährungswissenschaftli
-- chen Standpunkt aus kann
Man sie mit Orangen
-- gleichsetzen, sie
-- besitzen aber noch mehr
Beta-Karotin (Vitamin A),
-- ein Schutzvitamin, das
-- aggressive Zellgifte
Im Körper bindet und
-- unschädlich macht.
-- Daneben verfügen sie
Natürlich über reichlich
-- Vitamin C, dem Vitamin,
-- das wir gerade im
Winter am nötigsten
-- brauchen - das beste
-- Vorbeugungsmittel gegen
Erkältungen.
Dann sind da noch die
-- wichtigen Mineralstoffe
-- Kalium, Kalzium (für
Den Knochenbau und die
-- Zähne), Phosphor - und
-- im Gegensatz zu den
Orangen - Schwefel und
-- Chlor.
Der Kaloriengehalt dagegen
-- ist gering: nur 45 auf
-- 100 Gramm. Besonders
Für Magenkranke empfiehlt
-- sich ein Tee aus
-- Blättern und Blüten der
Mandarinen - er hat nicht
-- nur ein intensives Aroma,
-- sondern ist auch
Appetitanregend und hat
-- positive Wirkung auf die
-- Psyche.

Zubereitung:
* Quelle: Nach: Lisa Ergänzungen nach: Dr. Oetker Lexikon
Lebensmittel u.Ernährung erfasst: A.Bendig

Erfasser: Astrid

Datum: 20.09.1995

Stichworte: Obst, Mandarine, Info, P1

(400) Man Nehme ...
Thu, 22 August 2019 14:21:52

Suite Rezept

Titel: Man Nehme ...
Kategorien: Info
Menge: 1 Info

KÖNIG KOCHBUCH 1
-- notiert: M.Peschl

Zubereitung:
MAN NEHME ...

... sich Zeit zum Tortenbacken. Die König-Rezepte sind zwar wirklich
einfach und zeitsparend, trotzdem braucht jedes Ding gute Weile und
Aufmerksamkeit.

... einen guten Arbeitsplatz, dann geht die Arbeit rascher und
besser vonstatten.

... dieses hübsche, neue König-Bilderrezept-Kochbuch und lege es
sich bequem zum Nachschauen an einen sauberen Platz.

... sich die geringe Mühe, nach der Übersicht des König-Rezepts zu
überprüfen, ob alle zum Backen notwendigen Zutaten im Hause sind.

... alle erforderlichen Küchengeräte, die man braucht, und lege sie
sich griffbereit. Man erspart durch diesesn Handgriff viel Arbeit.

... alle Zutaten genau nach dem Rezept abgewogen. Die König-Rezepte
sind gerade für die angegebenen Mengen bestimmt.

... nur erstklassige und einwandfreie Zutaten. Die König-Rezepte
sind so wirtschaftlich durchdacht, daß es sich schon lohnt, nur
wirklich das Allerbeste dafür zu verwenden.

... eine kleine Portion Geduld und lasse die Torte ruhig erst einmal
mindestens zehn Minuten lang im Rohr, wenn nicht anders im Rezept
angegeben, und öffne und schließe beim Nachschauen rasch das
Backrohr.

... das gebrauchte Geschirr und stelle es mit Wasser bedeckt
zusammen. Dann läßt es sich mit wenig Mühe leicht abwaschen.

... nicht den Kochlöffel, während man die Suppe einkocht, Salat
putzt und den Braten begießt, um zwischendurch die Torte zu rühren.
In der Eile vergißt man vielleicht wichtige Zutaten.

... nicht nur ein Eckchen Platz in einer unordentlichen Küche. Man
wird sonst nervös.

... nicht die teigigen Finger und fasse damit dieses hübsche Buch an,
um hastig nach einem Rezept zu blättern. Ein Kochbuch soll längere
Zeit gute DIenste leisten und lesbar sein. Außerdem wäre es um
dieses bunte und wertvolle Buch doch wirklich zu schade.

... nicht zuerst das Mehl aufs Brett, um dann erst händeringend zum
Kaufmann zu laufen, um die notwendigen Eier rasch herbeizuholen.

... nicht mit fetten, teigbeschmierten Händen das Geschirr aus dem
Küchenkasten. Es ist mühsam, die Möbel dann wieder zu reinigen.

... nichts "nur so nach dem Augenmaß". Es ist doch schade, wenn die
Torte mißlingt, nur weil man zu bequem war, das Mehl genau
abzuwiegen. Und außerdem: Die König-Rezepte sind bekannt gut und
erprobt. Sie bedürfen wirklich keiner Verbesserung.

... nicht einmal ein wenig ranzige Butter. Man könnte sie doch
herausschmecken.

... nicht die Backofentür und öffne sie öfters. So geht Hitze
verloren und die Torte ist auch nicht rascher fertig.

... nicht das gebrauchte Geschirr und streue es wahllos in der Küche
herum. Es kostet viel Mühe, nachher wieder Ordnung zu schaffen.

Schließlich aber nehme man zum Tortenbacken außer Lust und Liebe
etwas, das man nie vergessen sollte: Das beliebte, allen guten
Haushalten bestens bekannte und verläßliche König-Backpulver.

Ciao, Michaela

MMMMM----- Style Meal-Master

Title: Was man über den Rührteig wissen muß Categories: Info Yield:

1 Info

H KÖNIG-KOCHBUCH 4
- notiert: M.Peschl

Steht in einem Rezept der Satz, "... man rührt Butter, Zucker und
Eier schaumig ..." dann wissen Sie als geübte Hausfrau sofort, daß
es sich hier um einen Rührteig handelt. Rührteig ist immer beliebt
und wird oft verwendet. Die feine Sachertorte und der einfache
Standard-Gugelhupf aus Backpulvermasse - in beiden Fällen wechselt
nur die Art und Zusammenstellung der Zutaten, der Arbeitsvorgang
bleibt gleich. Wir möchten es nun nicht versäumen, Ihnen, liebe
Hausfrau, einige wertvolle Winke bei der Zubereitung eines
Rührteiges zu geben.

Wichtig vor allem - das gilt übrigens für jeden Kuchen- oder
Tortenteig ist die Verwendung von König-Backpulver. Hier haben Sie
ein wirklich einwandfreies und wertvolles Triebmittel zur Hand, das
in jedem Falle die Teiglockerung vollständig und ausreichend bewirkt.
Also, vor dem Backen bestimmt König-Backpulver besorgen!

Nehmen wir nun an, wir haben alle unsere Zutaten beisammen und
beginnen die Butter oder Margarine schaumig zu rühren, so beachten
wir eines: Ist die Butter zu kalt, so läßt sie sich nicht rühren,
sondern bleibt am Rührlöffel kleben. Ist sie zu warm oder beinahe
flüssig, wird sie nie schaumig. Man macht zu kalte, feste Butter
geschmeidig, indem man das Gefäß, in dem der Teig abgerührt wird,
vorher mit sehr heißem Wasser ausspült. Zum Rühren nimmt man einen
Spiral- oder durchlöcherten Kochlöffel. Das Schaumigwerden der
Butter erkennt man daran, daß sie in kleinen Spitzen am Rührlöffel
hängenbleibt.

Ist die Butter schaumig, so rühren wir den mit König-Vanillinzucker
vermischten Staub- oder Grießzucker löffelweise dazu, bis sich
Butter und Zucker vllständig miteinander verbunden haben. Nun kommen
die Eier dazu. Wir geben nie die ganze Menge von 2 oder 3 Eiern auf
einmal zur Rührteigmasse, das würde sich nie verrühren lassen. Wir
mischen jedes Ei gut darunter und dann erst wieder das nächste.
Schließlich rühren wir die ganze Masse glatt - aber wirklich
vollständig glatt! Denn, liebe Hausfrau, das Geheimnis des
Rührteiges ist das Rühren!

Das mit König-Backpulver vermischte Mehl mengen wir sodann nach und
nach darunter. Bei manchen Rührteig-Rezepten ist ein Zusatz von
Milch erforderlich. Achten Sie bitte darauf, die Milchmenge erst
dann zuzugeben, wenn Mehl und Backpulver gut untergerührt sind. Die
Triebkraft des König-Backpulvers könnte durch die Feuchtigkeit
vorzeitig ausgelöst werden und dadurch verloren gehen. Die
Milchmenge richtet sich nach dem Rezept. Es kann vorkommen, daß
gewisse Mehlsorten mehr oder weniger Milch aufnehmen und verlangen.
Der Rührteig ist dann richtig, wenn er schwer vom Löffel "reißt".
Rührteig darf nie fließen, das würde das Gebäck speckig machen!

Selbstverständlich fetten wir die Form gut aus, beim Gugelhupf
besonders den inneren Zapfen, denn gerade dort bleibt die Masse so
leicht kleben. Wir füllen die Form ungefähr zu zweidrittel der Höhe.
Nie ganz voll, sonst geht der Kuchen über! König-Backpulver hat ja
eine besonders gute Triebkraft! Rührteigmassen werden bei guter
Mittelhitze im Rohr gebacken. Die Backzeiten richten sich hier wohl
im einzelnen nach der Menge und nach der Art des Backrohrs.

Wenn Sie nun die Probe mit dem Holzspan gemacht haben und
feststellen konnten, daß der Kuchen gut durch ist, kommt er auf ein
Tortengitter, um auszudunsten. Dann wird er verziert und serviert.
Wir wünschen guten Appetit!

#NI ** #NO Gepostet von Michaela Peschl #AT Michaela

(399) Maismehlteig
Thu, 22 August 2019 14:21:51

Suite Rezept

Titel: Maismehlteig
Kategorien: Getreide, Mais, Info, Afrika
Menge: 1 Rezept

Zutaten:
Maismehl
; Wasser
; Salz

QUELLE
Nach: Jojo Cobbinah und
Holger Ehling, Westafri-
kanisch kochen, Ed. dia
1995, ISBN 3 86034 136 7
Erfasst von Rene Gagnaux

Zubereitung:
Maismehl mit Wasser und etwas Salz mischen und gut durchkneten, bis
ein geschmeidiger Teig entsteht.

Häufig entstehen aus frischem Maismehlteig Klöße als Beilage zu
Suppen, Saucen, Fleisch- und Gemüsegerichten. In vielen Regionen
Westafrikas lässt man den Teig jedoch mehrere Tage gären, bevor er
verarbeitet wird. Zu diesem Zweck bedeckt man ihn mit einem Tuch und
lässt ihn fünf Tage in einem kühlen Raum - keinesfalls im
Kühlschrank - stehen.

#AT Rene

(398) Maiskolben, Infos
Thu, 22 August 2019 14:21:51

Suite Rezept

Titel: Maiskolben, Infos
Kategorien: Grundlagen, Info
Menge: 1 Rezept

Beim Kauf von frischen
-- Maiskolben sollte man
-- darauf achten, dass die
Körner noch weißlich und
-- so weich sind, dass beim
-- Einritzen mit dem
Fingernagel die Milch
-- austritt.
Vor dem Kochen entfernt man
-- die grünen Blätter,
-- die die Kolben
Einhüllen, sowie auch die
-- Fäden. Dann gibt man
-- die Maiskolben in
Siedendes Wasser oder gart
-- sie über Dampf. Die
-- Kochdauer beträgt je
Nach Frische und Zartheit
-- des Gemüses 10 bis 20
-- Minuten.
Am besten gibt man die
-- Kolben von der Pfanne
-- oder dem Sieb direkt in
Den Teller, bestreicht sie
-- mit frischer Butter,
-- bestreut sie mit Salz
Und Pfeffer und nagt die
-- Körner von den Kolben.
1 Andere Art: Man bestreicht
-- die rohen Maiskolben
-- dick mit
Kräuter-, Paprika-,
-- Knoblauch- oder
-- gewöhnlicher Butter,
-- hüllt sie
In Alufolie ein, legt sie
-- 15 bis 20 Minuten in den
-- vorgeheizten
Backofen oder auf die
-- heißen Grillstäbe.
1 Tip zum Servieren: geben
-- Sie ihren Tischgenossen
-- Papierservietten
! Man isst die heißen
-- Kolben ja von Hand !
-- Oder erstehen Sie
Maisgäbelchen oder -
-- hölzchen, die man an
-- beiden Enden als Halter
Einstecken kann.
Und schließlich gibt es
-- noch die tiefgekühlten
-- Maiskolben, die man
Das ganze Jahr kaufen kann.

Zubereitung:
** Gepostet von Rene Gagnaux Date: Sat, 24 Sep 1994

Erfasser: Rene

Datum: 25.10.1994

Stichworte: Getreide, Mais, Info, P1

(397) Mais-Tomaten-Chutney Zu Fleisch
Thu, 22 August 2019 14:21:51

Suite Rezept

Titel: Mais-Tomaten-Chutney (Zu Fleisch)
Kategorien: Grundlagen, Info
Menge: 4 Portionen

4 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
125 ml Feinstes Speiseöl
1 Bund Gemischte Kräuter
10 Schwarze Pfefferkörner
10 Korianderkörner
125 ml Kräuteressig
4 Frische Maiskolben
1 kg Vollreife Tomaten
75 Gramm Zucker
Salz
Geschälte Zwiebeln und
-- Knoblauchzehen sehr fein
-- würfeln und in
Reichlich Öl glasig braten.
-- Abgespülte und
-- trockengetupfte Kräuter
Hacken, Gewürzkörner grob
-- zerstoßen, mit den
-- Kräutern zu den
Zwiebeln geben. Essig
-- zufügen und alles
-- zugedeckt 30 Minuten
Köcheln lassen, danach
-- durch ein Sieb passieren.
Mais waschen, die Körner
-- mit einem scharfen
-- Messer abstreifen. Die
Tomaten häuten, vierteln,
-- entkernen und hacken.
-- Mitsamt den
Maiskörnern und dem
-- restlichen Öl zu dem
-- Würzsud geben und nun
Ohne Deckel in 20 Minuten
-- einkochen lassen. Nach
-- 15 Minuten mit
Zucker und Salz würzen.
-- Kühl aufbewahren.
Passt zu: Kurzgebratenem
-- und gegrilltem Fleisch
-- aller Art.
Tip: Als warme Sauce mit
-- Tomatenschnitz
-- verfeinern.

Zubereitung:
* Quelle: Die 100 besten Saucen Gepostet von Rüdiger
Kemmler@2:2480/3502.11 30.07.1994

Erfasser:

Datum: 22.02.1995

Stichworte: Aufbau, Chutney, Tomate, Mais, P4

(396) Mais Info
Thu, 22 August 2019 14:21:50

Suite Rezept

Titel: Mais (Info)
Kategorien: Info, Getreide
Menge: 1 Text

Zutaten:
1 Info

QUELLE
Kaffee oder Tee,
"Mais",
SWR 30.08.2001
Erfasst von Christina
Phil

Zubereitung:
Mais - die goldgelbe Mitte zwischen Getreide und Gemüse

Bis 5000 vor Christus wird der Mais als Grundnahrungsmittel der
Azteken, Mayas und Inkas zurückdatiert. Die Nutzung von Körnern
einer wilden maisartigen Pflanze beginnt sogar schon einige
Jahrtausende vorher. Bei den mexikanischen Indianer-Stämmen galt der
Mais als heilige Pflanze. Sie sollen bereits damals über 2000
verschiedene Maissorten gekannt haben. Dabei spielte der Mais auch
bei religiösen Zeremonien, als Zahlungsmittel, als Brenn- und
Baumaterial sowie zur Herstellung von Schmuck, Körben, Seilen und
Tabak eine besondere Rolle.

Mit der Entdeckung Amerikas 1493 erreichten die gelben Kolben durch
Kolumbus Europa. Dort kam der Mais zunächst nur als Zierpflanze zu
bescheidenem Ruhm. Wiederum auf dem Seeweg gelangte die Körnerfrucht
dann bis nach Asien und erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Von
hier aus breitete sich ihr systematischer Anbau über den gesamten
Balkan aus. Auf seinem Weg über die Türkei und Italien fand das
kultivierte Gemüse dann schließlich wieder zu uns.

Die Maispflanze wird der umfangreichen Familie der Gräser zugeordnet
und kann eine Höhe von bis zu 2,50 m erreichen. Die Erntereife der
Maiskolben erkennt man daran, dass die heraushängenden Fasern am
Ende der Fruchthülle anfangen zu vertrocknen, die Körner saftig sind
und beim Eindrücken mit dem Finger ein milchiger Saft aus ihnen
herausspritzt. Je nach Sorte sind sie weiß, gelb, rot, orange,
violett, blau, braun oder schwarz gefärbt.

Sorten: Auf den Feldern in Deutschland und im restlichen Europa
steht vorwiegend Futtermais, auch Zahnmais, der als Tierfutter
angebaut wird. Die Körner sind fest und enthalten nur geringe Mengen
Zucker, dafür aber umso mehr Stärke, und sie haben eine gelbe,
weißliche oder rote Farbe. Daneben gibt es den in etwa 300
Variationen vorkommenden Zuckermais. Die zum Verzehr gedachten
Körner des immer beliebter werdenden Gemüses sind blassgelb oder
weiß. In Deutschland wird der Zuckermais vorwiegend in Nord- und
Südbaden, in der fränkischen Schweiz, in Hessen, an der Bergstraße
und in Niedersachsen angebaut. Im Unterschied zum Futtermais werden
die Kohlenhydrate im Korn überwiegend als Zucker und nicht als
Stärke gespeichert. Außerdem ist die Schale wesentlich dünner. Den
im reifen Zustand süß, saftig und zart schmeckenden Zuckermais kennt
man jedoch erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. In Deutschland
ist er sogar erst seit ungefähr 50 Jahren verbreitet. Die Saison
reicht in unseren Landen von Mitte Juli bis Ende Oktober. Der meiste
europäische Zuckermais stammt aus Frankreich, Spanien, England und
Holland. Das wichtigste Anbauland sind allerdings die USA. Eine
weitere wichtige Sorte ist der Puffmais bzw. Perlmais. Seine kleinen
Körner werden für die Herstellung von Popcorn benötigt, sie platzen
beim Erhitzen auf. Andere schmackhafte Maissorten sind
beispielsweise Tom Pouce, Doux Miner, Erdbeermais, Bunter Mais oder
die älteren, bunten Sorten Joro, Amarillo und Astaracs. Im Gegensatz
zu Hartmais lässt sich Weichmais sehr gut zu Pasten und Teig - so
z.B. bei der Herstellung von Tortillas - verarbeiten. Danaben gibt
es noch verschiedene Ziermaissorten, die allerdings nicht genießbar
sind.

Gesundheit: Frische Maiskörner enthalten bis zu 72 % Wasser und eine
ausgewogene Kombination von Kohlenhydraten (Glucose, Fructose,
Saccharose), Eiweiß, Fett, Mineralien (Calcium, Kalium, Phosphor,
Eisen, Natrium), Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B3, B6 und C.
Diese Stoffe machen Mais zu einem wertvollen Gemüse. Zudem wirkt die
Fettsäure im Maiskeimöl ausgleichend auf den Cholesterinspiegel.
Ebenfalls bemerkenswert ist der hohe Fluorgehalt: Nachweislich tritt
Zahnkaries in Gegenden mit höherem Maiskonsum deutlich seltener auf
als dort, wo vorwiegend Reis und Weizen verzehrt werden. Besonders
wichtig für Allergiker ist, dass der Mais im Vergleich zu den
meisten Getreidearten nicht das Klebereiweiß Gluten enthält. Äußerst
ballaststoffreich sind gegarter frischer Mais, Maismehl mit Keim und
Maisgrieß (Polenta). Vorsicht: Mais sollten Sie stets in Kombination
mit anderen Nahrungsmitteln - z.B. Bohnen - zu sich nehmen, da er
die essenziellen Aminosäuren Lysin und Tryptophan nicht enthält.
Eine Mischung aus Bohnen, Tomaten und Mais dagegen bietet alle für
den Menschen notwendigen Nährstoffe.

Einkauf und Aufbewahrung: Frischen Mais erkennen Sie an seinen
prallen, glänzenden und leuchtend gelben Körnern, wenn beim
Einritzen der Fruchtschale eine milchige Flüssigkeit austritt. Sie
sollten den leicht verderblichen Mais am besten gekühlt aufbewahren,
da Hitze die Umwandlung von Zucker in Stärke begünstigt. So gehen
beispielsweise bei 30 Grad binnen eines Tages bis zu 50 % seines
Zuckergehalts verloren. Zur Frischhaltung eignet sich das Gemüsefach
Ihres Kühlschranks für ungefähr 2-3 Tage (geschälte Maiskolben in
perforiertem Kunststoffbeutel). Oder noch besser: Sie essen den
frischen Mais so bald wie möglich. Vor dem Einfrieren legen Sie die
Kolben zunächst für 4-5 Minuten in kochendes Wasser. Lassen Sie sie
danach gut abtropfen und frieren Sie dann den Mais in Gefrierbeuteln
luftdicht verschlossen - ein. Auf diese Art bearbeitet bleibt das
Gemüse ohne Probleme ungefähr 8 Monate bei gleichbleibender Qualität
haltbar.

Zubereitung: In jedem Fall ein Genuss wird Zuckermais häufig roh
gegessen, gekocht, in Alufolie eingewickelt gegrillt oder in der
Mikrowelle gegart. Damit Ihnen gekochter Mais gut gelingt, geben Sie
in das Kochwasser statt Salz etwas Zucker sowie Milch hinein. Oder
nehmen Sie stattdessen Bier und ein Stück der Fruchthülle. Legen Sie
danach die Maiskolben ins kochende Wasser und wählen Sie eine
Garzeit je nach Größe zwischen 3 und 7 Minuten. Sie haben den
richtigen Zeitpunkt erwischt, wenn sich die Maiskörner leicht mit
einer Gabel vom Kolben ablösen lassen. Vorsicht: Kochen Sie den Mais
zu lange, dann wird er hart und verliert sein Aroma. Salz begünstigt
ebenfalls die Verhärtung der Körner und kommt daher oft erst nach
dem Kochen in Kombination mit Butter ins Spiel. Wenn Sie Mais im
Backofen grillen möchten, dann haben Sie eine Garzeit von etwa 35
Minuten bei 220 Grad (Umluft 200 Grad, Gas Stufe 4-5). In der
Mikrowelle garen Sie Mais auf der höchsten Stufe 3 Minuten und
gönnen Sie ihm danach nochmals 5 Minuten Ruhe. Einzelne Maiskörner
können etwa 20 Minuten gedämpft werden. Tipp: Wenn Sie Popcorn
selbst herstellen möchten, bewahren Sie die Puffmaiskörner luftdicht
verschlossen auf, so dass sie nicht austrocknen. Ohne eine gewisse
Feuchtigkeit platzen sie nicht richtig auf. Zuckermais passt
hervorragend zu weiteren Gemüsen wie Erbsen, Tomaten, Paprikaschoten,
Bohnen, Karotten, Spargel oder Champignons. Ideal ist das gelbliche
Gemüse auch für Salate, Suppen, Aufläufe oder sogar als Nachspeise
geeignet. Zum Verfeinern halten Sie aus Ihrem Gewürzregal am besten
Curry, Chilipulver, schwarzen und weißen Pfeffer sowie
Cayennepfeffer bereit. Als besondere Delikatesse gilt die Verbindung
von Zuckermais mit Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie, Thymian,
Basilikum oder Knoblauch.

Was man mit Mais alles anstellen kann: Mais als Grundstoff bietet
eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten. Um 1900 "erfanden" die
Gebrüder Kellogg in den USA die Cornflakes. Nach herkömmlicher Art
und Weise werden sie aus Maisgrieß hergestellt, der mit Salz, Zucker
und anderen Zutaten zusammen gekocht und danach getrocknet, geflockt
und letztendlich geröstet wird. Bei Naturrezepturen wird Honig bzw.
Maismalz zum Süßen verwendet. Mit fortschreitender technischer
Entwicklung kamen auch neue Maisprodukte wie das Popcorn auf. Dabei
werden spezielle Maiskörner getrocknet und so stark erhitzt (300
Grad), dass die Stärke regelrecht verkleistert und schaumartig aus
der Schale ausbricht. Popcorn ist zwar sehr balaststoffreich,
wertvolle Vitamine gehen jedoch auf Grund der enormen Hitze verloren.
Tortillas sind flache Maisfladen und ein wichtiger Bestandteil der
mexikanischen Küche. Sie werden erhitzt, mit verschiedenen Zutaten
wie Bohnen, Reis oder Fleisch gefüllt und danach aufgerollt. Taccos
werden die gefüllten Tortillas genannt, die noch in heißem Öl
frittiert sind. Kleine Snacks, die auch zu Salat gegessen werden,
sind die Tortillachips. Italienischer Tradition entspringt die
Polenta. Dazu lässt man Maisgrieß unter ständigem Rühren vorsichtig
in kochendes Salzwasser rieseln. Danach soll die Polenta 10 Minuten
ruhen, bis sie eine feine Kruste gebildet hat. Zum Schluss stürzt
man sie, um sie zu zerteilen. Das Fett der Keimlinge dient zur
Gewinnung von Maiskeimöl. Das milde und geschmacksneutrale Öl wird
in der Vollwertküche gerne zum Braten und Frittieren verwendet. Bei
der Ölgewinnung bleibt als Abfallprodukt Maisstärke zurück, die seit
jeher zum Binden von Flüssigkeiten verwendet wird. Bekannt ist diese
puderfeine und leicht verdauliche Maisstärke unter dem Namen Maizena
oder Mondamin. Dextropur ist aus Maiskörnern extrahierter
Traubenzucker. Glukosesirup wird ebenfalls aus Mais hergestellt und
kommt in großem Masse in der Getränkeindustrie zum Einsatz. Über den
reinen Lebensmittelbereich hinaus wird Mais sogar - wer hätte das
gedacht - bei der industriellen Produktion von Papier, Klebstoffen
und Cellophan als Rohstoff eingesetzt.

Rezepte: Maisauflauf - mit Käse überbacken Maisbrot mit Oliven und
Kräutern Maissalat mit Feta

http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/vvv/alles-frisch/archiv/2001/08/30
/index.html

:Stichwort : Info
:Stichwort : Mais
:Erfasser : Christina Philipp
:Erfasst am : 30.08.2001
:Letzte Änder. : 30.08.2001
:Quelle : Kaffee oder Tee,
:Quelle : "Mais",
:Quelle : SWR 30.08.2001

#AT Christina Philipp #D 31.08.2001 #NI ** #NO Gepostet von:

Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

(395) Mais, Einige Infos, Teil 3 von 3, Kurzgeschichte
Thu, 22 August 2019 14:21:50

Suite Rezept

Titel: Mais, Einige Infos, Teil 3 von 3, Kurzgeschichte
Kategorien: Info, Mais
Menge: 4 Portionen

Mais

KOMPILIERT VON
-- Rene Gagnaux

Zubereitung:
Cornflakes wurden um 1900 von den Gebrüdern Kellogg in den USA
entwickelt. Klassisch werden sie aus Maisgrieß hergestellt, der mit
Salz, Zucker und anderen Zutaten gekocht, anschließend getrocknet,
geflockt und geröstet wird. Zumeist wird für Cornflakes Mais ohne
Keimling und ohne Schale verwendet; es gibt die Frühstücksflocken
aber auch aus Vollkorn-Mais. Die Herstellung kann im sogenannten
Extruder mit Druck und hohen Temperaturen oder - angelehnt an die
traditionelle Methode - aus ganzen Maiskörnern erfolgen. Gewürze und
Zutaten wie Nüsse ergeben Geschmacksvarianten.

Für verschiedene Produkte der Nahrungsmittelindustrie wird die
Maisstärke aus den Körnern gewonnen. Sie sorgt für die gewünschte
Konsistenz von Pudding, Suppen oder Soßen. Auch für Leim und
Schlichtmittel (Klebeflüssigkeit) von Papier wird Maisstärke
eingesetzt. Bevor die Stärke oder andere Produkte aus dem Endosperm
gewonnen werden, werden die Schalen und der Keimling abgetrennt.
Gepresst oder extrahiert liefert der Keimling das Maiskeimöl. Es
wird pur angeboten und kann auch Bestandteil von Margarine sein. Die
Glyceride enthalten viel von der zweifach ungesättigten Linolsäure,
der einfach ungesättigten Ölsäure sowie Palmitinsäure, eine
gesättigte Fettsäure, dazu reichlich Vitamin E.

Das Ergebnis besonders intensiver Verarbeitungsprozesse ist
Stärkezucker. Er wird hergestellt, indem Stärke aus Mais oder
Kartoffeln entweder chemisch mit Hilfe von Säuren oder enzymatisch
aufgespalten wird, auch ein kombiniertes Verfahren wird angewendet.
Bei vielen Getränken, Süßwaren und Backwaren nennt die Zutatenliste
diesen Glucosesirup.

Mais in der Tierfütterung:

Sortenwahl, Reifegrad und beabsichtigter Verwendungszweck bestimmen
den Erntezeitpunkt des Maises. Für Silomais ist am Ende der
Teigreife das Maximum des Nährstoffertrages/ha bei optimalem
Futterwert und guter Siliereignung erreicht.

:Reifegrad Merkmalsausprägung Ernte als
:
:Grünreife Korn erkennbar, Korninhalt wässrig Grünmais
:Dünnmilchreife beginnende Gelbfärbung des Korns; Korninhalt
dünnflüssig, milchig Grünmais
:Milchreife Korn gelblich; beginnende Verfestigung des Korns;
Korninhalt milchig Grünmais
:Milchwachsreife Korn gelb; Korninhalt teilweise verfestigt; starker
Saftaustritt beim Zerdrücken des Korns (Silomais)
:Teigreife Korninhalt teigartig; beim Zerdrücken des Korns
noch Saftaustritt Silomais (LKS) :Ende Teigreife Korninhalt
weitgehend fest; Korn nur durch starken Druck zwischen Fingerspitzen
verformbar, dabei noch schwacher Saftaustritt Silomais LSK (CCM)
:Gelbreife Korn fest, nur mit Mühe durch Daumennagel
einritzbar CCM
:Vollreife Korn hart; am Korngrund schwarzer Fleck (Black
layer) sichtbar (Druschreife) Körnermais

Grünmais: als Ergänzungsfutter an Rinder. Bei alleiniger Fütterung
kann der hohe Zuckergehalt zu Verdauungstörungen im Pansen führen.

Silomais: an Milchkühen und Mastbullen als Grundfutter.

LKS: als Kraftfutter an Milchkühe und Sauen.

CCM: als Mastfutter für Schweine.

Maiskornschrot oder Silage: als Mastfutter für Schweine.

Bedeutung des Maises für die industrielle Verarbeitung

Aus Mais werden etwa 50 o/o der in Deutschland hergestellten Stärke
gewonnen (aus Kartoffeln und Weizen je 25 o/o). Knapp 50 o/o der
erzeugten Stärke kommen im Non food-Bereich zum Einsatz.

:Nach Verwendungsarten kommt Stärke zur Anwendung:

:ca. 20 o/o für Papierherstellung
:ca. 18 o/o für Süßwaren
:ca. 14 o/o übrige Ernährungsindustrie
:ca. 11 o/o Lebensmittelgutbereitung
:ca. 10 o/o Chemie
:ca. 7 o/o Wellpappe
:ca. 7 o/o übrige Non food-Industrie
:ca. 7 o/o Obstverarbeitung
:ca. 6 o/o Getränkeverarbeitung

#NI ** #NO Gepostet von Rene Gagnaux #AT Rene

(394) Balsamico im Test, 1 von 2
Thu, 22 August 2019 14:21:49

Suite Rezept

Titel: Balsamico im Test, 1 von 2
Kategorien: Info, Essig, Balsam
Menge: 1 Text

Balsamico-Essig

REF
-- WDR-Kostprobe, Sendung
-- vom 27. April 1998
-- Ulrike Brück und Jana
-- Magdanz

Zubereitung:
Aceto Balsamico Tradizionale ist zweifellos der König unter den
Essigen. Die edle Würze wird aus eingedicktem Traubenmost
hergestellt und reift mindestens zwölf Jahre im Holzfass. Mit diesem
teuren Original aus dem italienischen Modena haben die meisten
Balsamico-Essige in deutschen Supermarkt-Regalen allerdings kaum
etwas gemein.

Stiftung Warentest hat 21 Marken untersucht - zu Preisen von 3 bis
38 Mark pro halben Liter. Die Tester - Profi-Verkoster und eine
Gruppe von Verbrauchern - bewerteten Geschmack, Geruch und Aussehen.
Außerdem wurden Herkunfts- und Zutatenangaben auf dem Etikett
überprüft.

Das Geheimnis aus Modenas Essigspeichern

Das Herstellungsverfahren für den Aceto Balsamico Tradizionale ist
über 1.000 Jahre alt. Vom klassischen Weinessig unterscheidet sich
der Balsamessig im einem wichtigen Punkt: Er wird nicht aus fertig
vergorenem Wein hergestellt, sondern aus dickem, süßen Traubenmost
der weißen, sehr widerstandsfähigen Trebbiano-Traube. Heute kann es
auch roter Lambrusco aus der emilianischen Ebene sein. Der Most wird
stundenlang eingekocht und so auf 30-70 Prozent eingedickt. Der in
Holzfässern langsam gärende Essig wird während seiner langen
Reifezeit in immer kleiner werdende Holzfässchen umgefüllt
nacheinander Eiche, Kastanie, Kirsch, Esche und Maulbeerbaum. Seine
Konzentration wird bei diesem Prozess immer höher. Von 100 Kilo
Trauben bleiben nach vielen Jahren etwa 2,5 bis 5 Liter Balsamico
übrig.

Für die Modeneser Familien, die ihren Balsamico Tradizionale bis zur
Verkostung durch die Prüfer auf dem Dachboden hüten, ist er Kapital
und Statussymbol zugleich. Nur wenige Fläschchen mit dem Gütesiegel
"Tradizionale" und der Herkunftsbezeichnung D.O.C. verlassen
jährlich Modena oder das Anbaugebiet Reggio Emilia, wo
traditioneller Balsamessig produziert werden darf. Eine genaue
Altersangabe fehlt auf dem Etikett, da bei der aufwendigen
Herstellung die mit der Zeit verdunstete Flüssigkeit durch jüngeren
Essig aufgefüllt wird. Ist ein Aceto Balsamico Tradizionale nach
mindestens 12 Jahren endlich fertig, gibt man davon etwas zurück in
das jüngste und größte Fass mit Most und die Prozedur beginnt von
neuem. Die ältesten Bestandteile sind damit wahrscheinlich bereits
über 100 Jahre alt. Die kostbare Würze wird in 0,1-Liter-Flakons
abgefüllt und kostet z. T. über 200 Mark, dennoch übersteigt die
Nachfrage das Angebot bei weitem.

Das Original

Der echte Aceto Balsamico Tradizionale ist über jedes Urteil erhaben.
Denn seine Qualität wurde schon in einem aufwendigen Verfahren in
seiner norditalienischen Heimat überprüft.

Eine Prüfungskommission in Modena wacht streng darüber, dass nur
absolute Spitzenprodukte unter diesem Namen auf den Markt gelangen.
Geprüft wird die Farbe, die von tiefdunklem Bernstein bis zu
Mahagoni und Ebenholz reichen kann, sowie der intensive Duft.
Schließlich werden mit einer Pipette einige Tropfen der sirupartigen
Flüssigkeit für den Geschmackstest auf den Handrücken geträufelt.
Das Gleichgewicht zwischen süß und sauer muss dabei stimmen. Reich,
würzig, fruchtig - so muss er schmecken. Ist die Kommission nicht
zufrieden, muss der Balsamessig bis zum nächsten Prüftermin weiter
reifen. Der "Tradizionale" ist sicher das Kostbarste und Edelste,
das unter dem Namen Essig auf dem Markt ist.

Das erschwingliche Imitat

Da ist es kein Wunder, dass die italienische und inzwischen auch die
hiesige Essigindustrie die Rezepte der Modeneser Familienbetriebe
gerne kopieren. Man will sich dem Erfolg des Produktes anschließen
und an dem wohlklingenden Namen "Balsamessig", verdienen, der
übrigens nicht geschützt ist. Manche Hersteller verlängern den
mehrjährig in Holzfässern gereiften Balsamessig mit herkömmlichem
Essig und süßen ihn nachträglich. Häufig bezieht sich die
Bezeichnung auf dem Etikett aber auch nur auf ein Aroma, das dem
originalen Balsamico nachempfunden ist. Solch eine billige Kopie
entsteht dann innerhalb eines Tages: Essig, Zucker, Wasser,
Karamelfarbe und Mostkonzentrat - fertig ist die begehrte
Spezialität. Solche Imitate sind nicht grundsätzlich zu verachten,
denn kaum ein Verbraucher kann oder möchte 100 DM und mehr für
seinen Essig ausgeben. Auch die einfacheren und preiswerteren
Produkte können verschiedenste Speisen veredeln. Balsamessig ist
nicht nur eine Bereicherung für die herkömmliche Vinaigrette, für
die das teure Original sowieso viel zu wertvoll ist. Auch Marinaden
für Fisch und Fleisch bekommen eine besondere Note mit dem
dickflüssigem Kultessig, der zudem Soßen ein interessantes Aroma
verleiht und auch Gemüsepfannen würzt.

Weniger ist manchmal mehr

Den teuren "Tradizionale" dosieren Kenner nur tropfenweise mit einer
Pipette oder mit einem feinen Zerstäuber. Als Hauch über
Blattsalaten, Carpaccio oder sogar frischen Erdbeeren bietet er ein
einzigartiges Geschmackserlebnis.

Die preiswerten Produkte können dagegen etwas großzügiger verwendet
werden, da sie lange nicht so dickflüssig und konzentriert sind.
Balsamessig gibt es in speziellen Essig-Läden. Auch ist er längst
Bestandteil des Essig-Sortiments im Supermarkt, in denen man den
echten Aceto Balsamico Tradizionale jedoch vergeblich suchen wird.

Weiter: siehe Teil 2

#AT Rene Gagnaux #D 03.04.2002 #NI ** #NO Gepostet von: Rene Gagnaux
#NO EMail: r.gagnaux@ch.inter.net

(393) Mais, Einige Infos, Teil 2 von 3, Kurzgeschichte
Thu, 22 August 2019 14:21:49

Suite Rezept

Titel: Mais, Einige Infos, Teil 2 von 3, Kurzgeschichte
Kategorien: Info, Mais
Menge: 4 Portionen

Mais

KOMPILIERT VON
-- Rene Gagnaux

Zubereitung:
Archäologische Fundstellen zeigen, dass bereits steinzeitliche
Indianer in Mexiko die Körner einer wilden maisartigen Pflanze vor
etwa 12000 Jahren sammelten und nutzten. Seit fünf- bis
siebentausend Jahren wird das Getreide in Mexiko angebaut.
Maisgerichte waren Grundnahrungsmittel der Mayas und Azteken. Bei
ihnen hatte diese Getreide - wie in vielen anderen indianischen
Kulturen auch - mythologische Bedeutung, und sie verehrten ihre
Maisgötter. 1493 brachte Columbus Mais nach Europa. Zunächst
zögerlich wurde er in Spanien, dann in Frankreich und Italien
angebaut. Von dort gelangte er in die Balkanländer, nach Indien und
China. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte er etwa 100 Jahre später
in Nordost-Italien. Im 18. und 19. Jahrhundert etablierte sich Mais
dort als Hauptnahrungsmittel ärmerer Bevölkerungskreise. In vielen
Teilen der Welt ist Mais auch heute noch ein Grundnahrungsmittel, so
in China, Indien, Lateinamerika, Süd- und Ostafrika.

Mais (Zea mays) ist eine Getreideart. Auffallend ist die imposante
Höhe der Pflanze bis zu zweieinhalb Metern. Ein männlicher
Blütenstand entwickelt sich an der Spitze des Haupttriebes, mehrere
weibliche als Seitentriebe. Nach der Windbestäubung entstehen daraus
die Kolben, die in Hüllblätter eingepackt sind und an der Spitze
einen "Pinsel" mit fadenartigen Griffeln ausbilden. Mais liebt
eigentlich subtropisches und tropisches Klima und verträgt frostige
Temperaturen gar nicht. Die Vielzahl der Züchtungen erlaubt den
Anbau inzwischen auch in Mitteleuropa bis zur Nord- und Ostsee.
Maiskulturen liefern Tierfutter und werden üblicherweise intensiv
mit Gülle und Mist behandelt. Die großen Pflanzen tolerieren große
Mengen dieses Düngers. So lösen die Maisfelder scheinbar ein Problem
der Massentierhaltung, das da lautet: Wohin mit den Exkrementen? Da
Mais erst recht spät im Jahr ausgesät wird, bleiben die Äcker lange
unbedeckt. Bodenerosionen können die Folge davon sein. OEko-Experten
empfehlen deshalb im Vorjahr Gründüngung einzusäen oder zwischen den
Maisreihen niedrige Pflanzen wie Raps oder Klee anzubauen.

Für die verschiedenen Zwecke wurden Sorten mit unterschiedlicher
Zusammensetzung gezüchtet wie Hartmais, Zahnmais, Stärkemais,
Puffmais, Zucker- oder Gemüsemais, Wachsmais. Das Maiskorn ist ein
spelzfreies Getreide: Die Spelzblätter bleiben so klein, dass die
reifen Körner unbespelzt aus dem Kolben gelöst werden können. Unter
der harten Schale befindet sich das Nährgewebe, das Endosperm, und
daneben der Keimling. Das Endosperm enthält hauptsächlich Stärke,
außerdem Eiweiß, der Keimling ist reich an Fett und Vitamin E, die
Schale liefert Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Gelb sind
die Maiskörner durch Zeaxanthin, ein Carotinoid, das auch in vielen
anderen Pflanzen vorkommt. Es gibt auch rote oder dunkel-violette
Maiskörner.

Bewährtes Duo: Mais und Bohnen. Maiseiweiß enthält kein Lysin und
Tryptophan. Beides sind Aminosäuren, die der Mensch mit der Nahrung
aufnehmen muss. Eine alleinige Maisernährung könnte daher zu
Problemen in der Eiweißversorgung führen. Mayas und Inkas ahnten
davon offenbar bereits etwas. Sie aßen Mais zusammen mit Bohnen,
eine Kombination, in der sich die Eiweiße ernährungsphysiologisch
ideal ergänzen. Den gleichen Effekt erreicht man heute, indem man
dem Maismehl Sojabohnenmehl untermischt. Neuere Maiszüchtungen
enthalten allerdings mehr Lysin und auch Tryptophan als die bisher
bekannten. Ein überwiegender Maisverzehr birgt auch die Gefahr von
Vitaminmangel - der Pellagra. Niacin, das zum Vitamin B-Komplex
gezählt wird, ist im Mais vorwiegend in einer gebundenen Form
enthalten. Nur mit der Aminosäure Tryptophan, die in den klassischen
Maissorten Mangelware ist, kann der Organismus dieses Niacin
freisetzen.

Ursprünglich wurden aus Mais - wie auch aus anderen Getreiden -
Breie hergestellt, die typische Arme-Leute-Kost, für die weder ein
Backofen noch eine Mühle erforderlich sind; eine Feuerstelle und
einfache Reibsteine genügen. Auch heute noch bereichert die
italienische Polenta den Speisezettel. Aufwendiger sind dann
Eintöpfe aus dem gelben Korn. Überliefert ist beispielsweise das
"Hominy" der nordamerikanischen Indianer, wofür grobgemörserter Mais,
Bohnen, Fleisch oder Fisch eine Nacht lang auf kleinem Feuer gekocht
wurden. Die Siedler übernahmen diese Speise, deren Varianten auch in
der heutigen US-amerikanischen Küche beliebt sind. Bekannt sind
heute noch flache Fladen aus Maismehl, die sogenannten Tortillas,
die in der Pfanne gebacken werden. Zum Brotbacken eignet sich
Maismehl jedoch nur eingeschränkt: Es enthält keinen Kleber, der
erforderlich ist, wenn das Brot aufgehen soll. In Anteilen kann
Maismehl den Hefe- oder Sauerteigbroten jedoch zugemischt werden.
Früher wurde in Notzeiten selbst der Maiskolbenstrunk gemahlen in
das Brotmehl gemischt. Kaffee-Ersatz enthielt gelegentlich auch
Maismehl.

In Südamerika wurde früher aus Mais auch Alkohol erzeugt: Die
Indianer kochten geröstete Maiskörner, kauten sie durch, spuckten
sie in Gefäße, wo sie mit anderen Zutaten vergoren wurden, eine
Technik, aus der in Paraguay ein Getränk namens "Tschitscha"
hergestellt wurde. Während des Kauens wird die Maisstärke durch
Enzyme aus dem Speichel in Zucker zersetzt, der dann mit Hilfe von
Hefen zu Alkohol vergoren wird.

Mit moderner Technik eroberten auch neue Maisprodukte die Küche:

Popcorn wird aus ganzen Maiskörnern spezieller Sorten hergestellt.
Die Körner werden trocken sehr stark erhitzt (300 oC). Dabei bläht
sich das Endosperm stark auf, die Stärke verkleistert und tritt aus
der Schale mit einer schaumartigen Struktur aus. Vitamine werden bei
den hohen Temperaturen stark geschädigt.

Polenta (Maisgrieß) und Maismehl werden üblicherweise aus dem
Endosperm hergestellt. Sie sind dann Auszugsprodukte, da die
mineralund ballaststoffreiche Schale und der Keimling entfernt
wurden.

#NI ** #NO Gepostet von Rene Gagnaux #AT Rene

(392) Mais, Einige Infos, Teil 1 von 3, Steckbrief
Thu, 22 August 2019 14:21:49

Suite Rezept

Titel: Mais, Einige Infos, Teil 1 von 3, Steckbrief
Kategorien: Info, Mais
Menge: 4 Portionen

Mais

KOMPILIERT VON
-- Rene Gagnaux

Zubereitung:
Die über 300 Kultursorten lassen sich nach den Kornmerkmalen in acht
verschiedene Formen unterscheiden. Die wichtigsten sind Hartmais
(Korn glasig, hart, rund, seiner kurzen Vegetationsdauer wegen in
Europa hauptsächlich angebaut, dient als Speisemais, z.B. für
Polenta), Weichmais (Korn mehlig), Puffmais (Korn klein, glasig),
Pferdezahnmais (Korn lang mit eingedrückter Spitze, pferdezahnartig,
dient als Futtermittel), Zuckermais (Korn geschrumpft, enthält statt
Stärke zuckerähnlioche Stoffe). Mais fehlen wichtige Eiweißstoffe,
eine rein maisbetonte Ernährung kann zu einer Unterversorgung an
bestimmten Aminosäuren führen. Reich ist er an ungesättigten
Fettsäuren, enthält außerdem Fett, Vitamine und Mineralstoffe.

Traditionelle Herkunft: Zentralamerika, wird mittlerweile aber
weltweit angebaut. Der überwiegende Teil der Maisproduktion wird zu
Viehfutter, nur rund 30 Prozent für unsere Ernährung verwertet.

Botaniksteckbrief:

:Familie: Gräser (Gramineen)
:Gattung: Zea
:Art: Zea mays L.

Wurzel: Flach- und Tiefwurzler (bis 2,50 m) mit Keimwurzeln,
Kronenwurzeln und Luftwurzeln, Wurzelbüschel dicht unter der
Oberfläche bis 1 m vom Stengel

Stengel: unter unseren (BRD) Anbaubedingungen bis 3,50 m hoch (unter
günstigeren Klimaten bis 7 m), Stengeldurchmesser 1 - 5 m

Blütenstand: einhäusig-getrennt geschlechtlich (monözisch-diklin),
Pollen werden in einer Rispe gebildet, weibliche Ährchen sind zu
einer Ähre (Kolben) vereint

Frucht: Körner sitzen in 4 - 9 Doppelreihen zu je 25 - 50 Stück an
einer Spindel und bilden den sogenannten Kolben

Samen: Farbe: gelb, weiß, rot, braun, blau, schwarz, hauptsächlich
gelbe Körner in verschiedenen Formen, z. B. Zahnmais, Hartmais,
Puffmais, Zuckermais, Stärkemais, Wachsmais, Spelzmais.

Reifegruppe: wird anhand einer berechneten FAO-Zahl in Reifegruppen
unterteilt: bis FAO 220 Reifegruppe früh, FAO 230 - 250 mittelfrüh,
FAO 260 - 290 mittelspät, FAO 300 - 3500 spät

Mais ist sehr formenreich und umfasst viele Varietäten, die sich
nach Pflanzenlänge, Wachstumszeit und Kornform stark unterscheiden.
Derzeitig (1996) sind in Deutschland 108 Sorten zugelassen, dazu
kommen z.Z. noch 200 EU-Sorten.

Die meisten in Europa angebauten Hybridmaissorten sind Kreuzungen
zwischen Zahn- und Hartmaisformen.

Wachstum und Entwicklung

Die Maispflanze ist wie viele andere tropische Gräser aufgrund ihrer
besonderen Art der CO2-Assimilation (C-4 Pflanze) infolge speziellen
Blattaufbaues in der Lage, höhere Photosyntheseraten und damit eine
bessere Verwertung von Wasser und Nährstoffen zu realisieren.

Die Maispflanze sichert eine hohe Vermehrungsrate (aus 1 Korn werden
400 - 600 Körner).

Die Aufgangsdauer ist stark temperaturabhängig ( 5 - 6 Tage bei 21
oC, 18 - 20 Tage bei 10 - 13 oC Bodentemperatur).

Die Jugendentwicklung erfolgt besonders bei niedrigen Temperaturen
relativ langsam.

Zügiges Wachstum erfolgt mit dem Schoßen und Rispenschieben. Zu
diesem Zeitpunkt ist 50 o/o der gesamten Trockenmasse gebildet.

Der Höchstbetrag an gebildeter Gesamttrockenmasse ist bei 30 - 35 o/
o TS-Gehalt erreicht.

#NI ** #NO Gepostet von Rene Gagnaux #AT Rene